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Montag, 9. Mai 2022

Karosseriebeleuchtung mit PCA9685 (Zusatz)

Eine Sache ist noch offen: Bei meinem vorigen Blogpost konnte man in den Videos sehen, dass die LEDs beim Fade-OUT nie ganz aus waren.

Benötigt werden:

  • Arduino
  • PWM Modul PCA9685
  • LEDs und Widerstände

Ziel

Die LEDs sollen im Fade-OUT komplett ausgehen. Asynchrone Animationsabläufe.


Ursache

Es lag daran, dass der Wert nie den Endwert von 4095 erreicht hat. Auch, wenn das High Level nur sehr kurz anliegt, reicht die Spannungsversorgung aus, um einen LED noch glimmen zu lassen.

Daher liegt die Lösung nahe, dass am Ende eines Schleifendurchgang nochmal ein Signal-Zustand festgelegt wird, mit dem genannten Endwert. Jedoch soll das für die asynchronen Vorgänge auch funktionieren. Hier nochmal das Beispiel, in denen die LEDs nicht ganz aus sind.

 #include <Wire.h>  
 #include <Adafruit_PWMServoDriver.h>  
 Adafruit_PWMServoDriver pwm = Adafruit_PWMServoDriver();  
 void setup() {  
  pwm.begin();  
  pwm.setPWMFreq(1600);  
  Wire.setClock(400000);  
 }  
 void loop() {  
  int stepAdd = 10;  
  int leds = 4;  

  for (uint16_t i=0; i<4096; i += stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, 4096 - i);  
   }  
  }  
  delay(1000);  
  for (uint16_t i=0; i<4096; i += stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, i);  
   }  
  }  
  delay(2000);  
 }  

Einfache Lösung

Mit der bekannten Schrittweite kann nach dem Schleifendurchlauf bedingt die PWM Ports auf den Max Wert eingestellt werden.

 #include <Wire.h>  
 #include <Adafruit_PWMServoDriver.h>  
 Adafruit_PWMServoDriver pwm = Adafruit_PWMServoDriver();  
 void setup() {  
  pwm.begin();  
  pwm.setPWMFreq(1600);  
  Wire.setClock(400000);  
 }  
 void loop() {  
  int stepAdd = 10;  
  int leds = 4;  

  for (uint16_t i=0; i<4096; i += stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, 4096 - i);  
   }  
  }  
  delay(1000);  
  uint16_t iSetValue = 0;  
  for (uint16_t i=0; i < 4096; i += stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, i);  
   }  
   iSetValue = i;  
  }  
  if(iSetValue > 4095 - stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, 4095);  
   }  
  }  
  delay(2000);  
 }  

Lösung für asynchrone Vorgänge

Das gleiche kann auch für den asynchronen Vorgang verwendet werden. Jedoch hat die bisherige Lösung einen Nachteil: Dass sie schnell unübersichtlich wird. 

Die Beispiele habe ich oft nur mit zwei LEDs abgebildet, aber für 16 LEDs wird's schlecht leserlich.

Deshalb gehe ich hier mit der Beispiellösung einen Schritt weiter und lege ein Objekt an, in dem ich für die einzelne LED den Zustand hinterlegen kann.

 #include <Wire.h>  
 #include <Adafruit_PWMServoDriver.h>  
 Adafruit_PWMServoDriver pwm = Adafruit_PWMServoDriver();  
 unsigned long mCurrentMillis = 0;  
 void setup() {  
  pwm.begin();  
  pwm.setPWMFreq(1600);  
  Wire.setClock(400000);  
  // schaltet alle aus  
  for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < 16; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, 4095);  
  }  
 }  
 // status objekt für eine LED  
 typedef struct {  
   unsigned long LastMillis;      // letzte Zeitstand  
   unsigned long DistanceFromNowToLast;// Intervall länge  
   uint16_t Value;           // aktuell verwendeter Wert  
   bool IsFlashing;          // soll nur an und aus  
   bool IsGoingOn;           // Schritt soll heller   
                     // oder an sein  
 } ledStateType;  
 // Konfiguration einzelner LEDs  
 ledStateType mLEDs[] = {  
  { 0, 5, 0, false, true },       // fade animation  
  { 0, 1000, 0, true, true }      // flashing  
 };  
 void PrepareLED(int ledIndex) {  
  int stepAdd = 10;  
  unsigned long rest = mCurrentMillis - mLEDs[ledIndex].LastMillis;  
  if(rest < mLEDs[ledIndex].DistanceFromNowToLast) {  
   return;  
  }  
  if(mLEDs[ledIndex].IsFlashing) {  
   if(mLEDs[ledIndex].IsGoingOn) {  
    mLEDs[ledIndex].Value = 4095;  
    mLEDs[ledIndex].IsGoingOn = false;  
   }  
   else {  
    mLEDs[ledIndex].Value = 0;  
    mLEDs[ledIndex].IsGoingOn = true;  
   }  
  }  
  else {  
   if(mLEDs[ledIndex].IsGoingOn) {  
    if(mLEDs[ledIndex].Value > stepAdd) {  
     mLEDs[ledIndex].Value -= stepAdd;  
    }  
    else {  
     mLEDs[ledIndex].Value = 0;  
     mLEDs[ledIndex].IsGoingOn = false;  
    }  
   }  
   else {  
    if(mLEDs[ledIndex].Value < 4096) {  
     mLEDs[ledIndex].Value += stepAdd;  
    }  
    if(mLEDs[ledIndex].Value > 4095 - stepAdd) {  
     mLEDs[ledIndex].Value = 4095;  
     mLEDs[ledIndex].IsGoingOn = true;  
    }  
   }  
  }  
  mLEDs[ledIndex].LastMillis = mCurrentMillis;  
 }  
 void loop() {  
  mCurrentMillis = millis();  
  for(int i = 0; i < 2; i++) {  
   PrepareLED(i);  
   pwm.setPWM(i, 0, mLEDs[i].Value);  
  }  
 }  



Natürlich ist das nur eine Möglichkeit, wie der Programmablauf aussehen könnte. Der geübte C++ Programmierer würde das sicherlich anders lösen können.



Vorheriger Blog Post:

Sonntag, 24. April 2022

Karosseriebeleuchtung mit PCA9685


Ein Teil des Ausbaus meines FPV Crawler bestand darin, die LEDs zu montieren und entsprechend mit Energie zu versorgen. Natürlich reichte nicht ein einfaches Anschließen an die Versorgungsspannung aus. Denn die LEDs sollten je nach ihrer Aufgabe eingeschaltet werden, was zunächst einfach klingt.
Vom Gedanken bis zur Umsetzung zeigte sich ein deutliche höherer Aufwand beim Verkabeln mehrere Leitungen und beim Programmieren des PWM Moduls, als gedacht.


Benötigt

  • Arduino
  • PWM Modul PCA9685
  • LEDs und Widerstände

 

Ziel

Standlicht, Fahrlicht, Blinker und Flutlichter sollten alle individull an-steuerbar sein. Hier sollen die Lichter immer durch ein Fade-Effekt abgebildet werden.

 

Initialisieren

Für die folgenden Beispiele verwendete ich immer die gleiche Initialisierung.
 #include <Wire.h>  
 #include <Adafruit_PWMServoDriver.h>  
 Adafruit_PWMServoDriver pwm = Adafruit_PWMServoDriver();  
 void setup() {  
  pwm.begin();  
  pwm.setPWMFreq(1600);  
  Wire.setClock(400000);  
  // schaltet alle aus  
  for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < 16; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, 4095);  
  }  
 }  


Fade-In und Fade-Out

Leider kann man nicht einfach einen Wert von 0 bis 256 in den Controller eingeben, um Animationsverläufe darin abzubilden. Wenn man versucht auf diese Weise die LEDs anzusteuern, dann funktioniert das schlecht oder gar nicht. Zum Glück ist bereits ein Beispiel Code in den Sourcen für das PCA9685 Modul integriert, dass genau diese Funktion darstellt.


Mit dem Adafruit Beispiel  'pwmtest' wird gezeigt, wie das Zuweisen um-gesetzt wird. Dort sieht man, dass nicht immer plus eins, sondern immer plus acht addiert wird. Das ist sicherlich auf die 12Bit pro Port zurück zu führen.

 
void loop() {  
  int stepAdd = 10;  
  int leds = 4;  
  for (uint16_t i=0; i<4096; i += stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, 4096 - i);  
   }  
  }  
  delay(1000);  
  for (uint16_t i=0; i<4096; i += stepAdd) {  
   for (uint8_t pwmnum=0; pwmnum < leds; pwmnum++) {  
    pwm.setPWM(pwmnum, 0, i);  
   }  
  }  
  delay(1000);  
 }


Asynchroner Ablauf

Für mein Ziel wird mehr als eine LED und neben dem Modul noch WS2812b RGB LEDs eingesetzt. Damit ich nicht für jede LED einen eigenen Controller benötige, muss ich sicherstellen, wie schnell etwas aus- oder eingeblendet werden soll.

 unsigned long mCurrentMillis;  
 unsigned long mLastMillis_LED_1;   
 unsigned long mLastMillis_LED_2;  
 uint16_t mValueLED_1 = 0;  
 uint16_t mValueLED_2 = 0;  
 void loop() {  
  uint16_t endValue = 4096;  
  int stepAdd = 10;  
  int leds = 4;  
  mCurrentMillis = millis();  
  if(mCurrentMillis - mLastMillis_LED_1 > 5) {  
   if(mValueLED_1 < endValue) {   
    mValueLED_1 += stepAdd;  
    pwm.setPWM(0, 0, mValueLED_1);  
   }  
   else {   
    mValueLED_1 = 0;  
   }  
   mLastMillis_LED_1 = mCurrentMillis;  
  }  
  if(mCurrentMillis - mLastMillis_LED_2 > 10) {  
   if(mValueLED_2 < endValue) {   
    mValueLED_2 += stepAdd;  
    pwm.setPWM(1, 0, mValueLED_2);  
   }  
   else {   
    mValueLED_2 = 0;   
   }   
   mLastMillis_LED_2 = mCurrentMillis;  
  }  
 }   


Blinker

Einfaches Ein- und Ausschalten ist nicht schwer zu programmieren. Mit einem schnelle Fade-In, Fade-Out war nur etwas ausprobieren nötig. Zuerst hatte ich das Problem. dass die LEDs nie ganz ausgingen, womit das Blinken selbst weniger deutlich zu sehen waren, wenn der Blinker betätigt wurde.
Im Grunde war das ein Denkfehler, weil ich die Schrittweite zum Fade-Out nicht berücksichtigt habe und, um eine Iteration zu früh den Vorgang verlassen habe.

 unsigned long mCurrentMillis;  
 unsigned long mLastMillis_LED_1;   
 unsigned long mLastMillis_LED_2;  
 uint16_t mValueLED_1 = 0;  
 bool mFlashingLED_2 = false;  
 void loop() {  
  uint16_t endValue = 4096;  
  int stepAdd = 10;  
  int leds = 4;  
  mCurrentMillis = millis();  
  if(mCurrentMillis - mLastMillis_LED_1 > 5) {  
   if(mValueLED_1 < endValue) {   
    mValueLED_1 += stepAdd;  
    pwm.setPWM(0, 0, mValueLED_1);  
   }  
   else {   
    mValueLED_1 = 0;  
   }  
   mLastMillis_LED_1 = mCurrentMillis;  
  }  
  if(mCurrentMillis - mLastMillis_LED_2 > 200) {  
   mFlashingLED_2 = !mFlashingLED_2;  
   if(mFlashingLED_2) {   
    pwm.setPWM(1, 0, 4095);  
   }  
   else {   
    pwm.setPWM(1, 0, 0);  
   }   
   mLastMillis_LED_2 = mCurrentMillis;  
  }  
 } 

 

Viel aus-probieren

Erst am Ende, wenn alles im Programmcode eingegeben ist, muss die Geschwindigkeit der Animationen eingestellt werden. Damit dies geht, sollte möglichst am Anfang diese Einstellungen zentral eingehalten werden, um das Nachjustieren zu beschleunigen.

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