Sonntag, 17. August 2014

Feuchtigkeitssensor HTU21D mit dem Netduino (Teil 1)

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Zuvor habe ich für meinem Weather Shield einen Feuchtigkeitssensor DHT11 verwendet. Wer diesen kennt, weiss sicherlich wie ungenau die Messwerte sind. Ich möchte den Sensor nicht schlecht reden, denn immerhin ist er sehr günstig. Möchte man allerdings für eine Anwendung mehr Genauigkeit und eine schnelle Abtastung der aktuellen Feuchtigkeit und Temperatur, bieten andere Sensoren deutlich bessere Ergebnisse.

Ein paar interessante Daten zum Sensor:

  • Schnittstelle I²C
  • Betriebsspannung: 3,3V (max. 3,6V)
  • Stromaufnahme: ca. 10mA
  • Temperaturmessung ca. 50ms bei 14Bit (7ms bei 11Bit) (-40°C bis 125°C)
  • Feuchtigkeitmessung ca. 16ms bei 12bit (3ms bei 8Bit)
  • Kostet ab 6,50€ bei Ebay über einem chinesischen Händler

Weitere Daten findet ihr im Datenblatt.

Ansprechen lässt sich der Sensor über den I²C Bus und kann mit dem .NET Micro Framework mit geringen Aufwand programmiert werden. Das Einstiegsverhalten lässt sich mit dem Luftdruck Sensors BMP085 vergleichen, über den ich bereits geschrieben habe.

Erstellen wir eine neue Klasse mit dem Namen des Sensors, um zunächst die Verbindung herzustellen und die Rohdaten zu erhalten.

public class HTU21D : I2CDevice
{
    // Konstruktor mit vererbten Konstruktor aus der I2CDevice Klasse
    // 0x40 = Adresse des Sensors
    //  100 = Takt in kHz

    public HTU21D()
        : base(new Configuration(0x40, 100))
    {
    }

    // Luftfeuchtigkeit Messen und Rohwert zurückgeben
    public int Read()
    {
        // Befehl senden.
        if (this.Write(new byte[] { 0xf5 }) == 0)
        {
            throw new SystemException("Fehler beim Senden!");
        }

        // Warten bis der Sensor mit dem Lesevorgang fertig ist.
        Thread.Sleep(50);

        byte[] data = new byte[3];

       // Messergebnis abrufen
        if (this.Read(data) == data.Length)
        {
           // Es werden für dieses Beispiel zwei Bytes verwendet
            int raw = (data[0] << 8) | data[1];
            raw &= 0xFFFC;
            return raw;
        }

        Debug.Print("Sensor konnte nicht gelesen werden!");
        return 0;
    }

    // Sendet den Inhalt des Byte Arrays
    private int Write(byte[] buffer)
    {
        I2CTransaction[] trans = new I2CTransaction[]
        {
            CreateWriteTransaction(buffer)
        };

        return Execute(trans, 1000);
    }

    // Liest den zu empfangene Byte Array
    private int Read(byte[] buffer)
    {
       I2CTransaction[] trans = new I2CTransaction[]
        {
            CreateReadTransaction(buffer)
        };

        return Execute(trans, 1000);
    }
}

Die Rohdaten können nun über die Program.cs Klasse aufgerufen und über die Ausgabe in Visual Studio ausgegeben werden.

public class Program
{
    public static void Main()
    {
        HTU21D sensor = new HTU21D();

        while (true)
        {
            Debug.Print("Humidity RAW Value: " + sensor.Read().ToString());
            Thread.Sleep(1000);
        }
    }

}

Im nächsten Schritt wird das Modul mit dem Feuchtigkeitsensor mit dem Netduino verbunden. Je nach Ausführung des Sensor, werden eventuell zwei Widerstände mit 2,2kOhm benötigt. In der Variante die ich erhalten habe, sind diese aufgelötet, aber mit der 3,3V Zuleitung nicht verbunden. Das Modul habe ich zunächst so belassen und habe für den Testlauf zwei Pull Up Widerstände hinzu gesteckt.

HTU21D_Pullups_bearbeitet-1

Ansonsten hält sich die Schaltung mit den Netduino und dem Feuchtigkeitssensor sehr Übersichtlich.

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Wie bereits aus den Technischen Grunddaten hervorgeht, gibt es auch einen Temperatursensor zum Messen. Dafür muss nur in der Methode “Read()”, das zu sendende Byte von 0xf5 auf 0xf3 umgeschrieben werden. Damit erhält man den Rohwert der gemessenen Temperatur.

Dienstag, 27. Mai 2014

TCS3200 Farbsensor einlesen (Netduino)

TCS3200_01

Das Licht leuchtet hier in verschiedenen Farben. Mit Hilfe des TCS3200 Sensor, können die verschiedenen Farben gemessen werden. Anders als bei einem lichtempfindlichen Sensor, an dem sich der Leitwert verändert, liegt ein Pulssignal an. Für die Schaltung werden insgesamt fünf Digitale Ports und zwei Pins für die Spannungsversorgung benötigt.

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Wenn mal kein Breadboard zur verfügung steht, geht das auch so wie im folgendem Bild. Die Pins von S0 bis S3 und OUT auf die digitalen Ausgängen von Pin 2 bis Pin 6 steckt.

TCS3200_Netduino_03

Wie die Schaltung bereits verrät, ist das einlesen deutlich anders. Anstatt über OneWire , I²C oder eines Spannungspegel, kommt ein PWM (oder auch PPM) Signal. Je nach Farbe müssen die Anschlüsse von S0 bis S3 entsprechend geschaltet sein. Das bedeutet wiederum, dass die Farben nacheinander gemessen werden. Im .NET Micro Framework gibt es zum Einlesen die Klasse "InteruptPort", mit der auf das PWM Signal reagiert werden kann. Das erfordert etwas zusätzlichen Programmcode.

// Optionen für Ausgangsfrequenz
public enum
OutputFrequencyScaling
{
    PowerDown,
    TwoPercent,
    TwentyPercent,
    HundredPercent
}

// Filter Auswahl
public enum SelectColor
{
    Red,
    Blue,
    Green,
    Clear
}

public class Program
{
    // Die Klasse wird für das Einlesen des PWM Signals verwendet.
   private static InterruptPort _IntPort = new InterruptPort(
        Pins.GPIO_PIN_D6,
        true,
        Port.ResistorMode.Disabled,
        Port.InterruptMode.InterruptEdgeBoth);

    // Ruft die gemessene Zeit ab,
    // wann die HIGH Pegele begonnen hat oder legt diese fest.
    private static long _HighTicks = 0;

    // S0 und S1 Schaltet die Ausgangs frequenz entsprechend ein (Siehe dazu Datasheet)
    private static OutputPort _S0 = new OutputPort(Pins.GPIO_PIN_D2, false);
   private static OutputPort _S1 = new OutputPort(Pins.GPIO_PIN_D3, false);

   // S2 und S3 Schaltet die verschiedenen Filter Möglichkeiten ein
    private static OutputPort _S2 = new OutputPort(Pins.GPIO_PIN_D4, false);
    private static OutputPort _S3 = new OutputPort(Pins.GPIO_PIN_D5, false);

    // Die Onboard LED als Status Aktivität
    private static OutputPort _StatusLED = new OutputPort(Pins.ONBOARD_LED, false);

    private static string _readColorName = string.Empty;

    private static bool _valueIsSet = false;
    private static long _resultTemp = 0;
    private static int _resultRed = 0;
    private static int _resultBlue = 0;
    private static int _resultGreen = 0;
    private static int _resultClear = 0;

    public static void Main()
    {
        OutputFrequencyScaling scale = OutputFrequencyScaling.TwoPercent;

       while (true)
        {
          
// Status Lesen
            _StatusLED.Write(true);

            // Farben nach einander einlesen.
            ReadPwmSignal(ref _resultRed, SelectColor.Red, scale);
            ReadPwmSignal(ref _resultBlue, SelectColor.Blue, scale);
            ReadPwmSignal(ref _resultGreen, SelectColor.Green, scale);
            ReadPwmSignal(ref _resultClear, SelectColor.Clear, scale);

            // Ausgabe über die Messergebnisse.
            Debug.Print("Red:" + _resultRed.ToString() +
               "\t Blue:" + _resultBlue.ToString() +
               "\t Green:" + _resultGreen.ToString() +
               "\t Clear:" + _resultClear.ToString());

           // Status warten
            _StatusLED.Write(false);
           Thread.Sleep(500);
        }
           
    }

    // Methode mit Filter- und Ausgangsfrequenzschalten und gibt das Ergebnis über "result" zurück.
   private static void ReadPwmSignal(ref int result, SelectColor color, OutputFrequencyScaling scaling)
    {
       // Ausgangsfrequenz schalten
        switch (scaling)
        {
            case (OutputFrequencyScaling.TwoPercent): { _S0.Write(false); _S1.Write(true); break; }
            case (OutputFrequencyScaling.TwentyPercent): { _S0.Write(true); _S1.Write(false); break; }
           case (OutputFrequencyScaling.HundredPercent): { _S0.Write(true); _S1.Write(true); break; }
            default: { _S0.Write(false); _S1.Write(false); break; }
        }

        // Filter einstellen
        switch (color)
        {
            case (SelectColor.Red): { _S2.Write(false); _S3.Write(false); break; }
            case (SelectColor.Blue): { _S2.Write(false); _S3.Write(true); break; }
            case (SelectColor.Green): { _S2.Write(true); _S3.Write(true); break; }
            default: { _S2.Write(true); _S3.Write(false); break; }
        }

       // Member für das erfassen des Messergebnisses.
        _HighTicks = 0;
        _resultTemp = 0;
        _valueIsSet = false;

        // Event zuweisen
        _IntPort.OnInterrupt += _IntPort_OnInterrupt;

        // Warten
        for (int i = 0; i < 5; i++) { Thread.Sleep(2); }

        // Event wieder abziehen
        _IntPort.OnInterrupt -= _IntPort_OnInterrupt;
           
        // Ergebniss kopieren
        result = (int)_resultTemp;
    }

    // Wird ausgeführt, wenn sich der Pegel am Digitalen Port geändert hat.
    private static void _IntPort_OnInterrupt(uint data1, uint data2, DateTime time)
    {
        // Lock verhindert, das ein zweiter unmittelbarer Event nicht erfolgen kann.
        lock (_IntPort)
        {
           // Wenn noch kein Wert erfasst wurde.
            if (!_valueIsSet)
            {
               // Wenn HIGH Pegel anlieg und die Aktuelle
                // Zeit in Ticks noch nicht erfast wurde.
                if (data2 == 1 & _HighTicks == 0)
                {
                    // Aktuelle Zeit in Ticks zwischen speichern
                    _HighTicks = time.Ticks;
                }
                else if (_HighTicks != 0 & !_valueIsSet)
                {
                    // Wenn der Pegel von HIGH nach LOW gewechselt hat
                    _resultTemp = time.Ticks - _HighTicks;
                   // True zuweisen, dass der Messwert erfasst wurde
                    _valueIsSet = true;
                    // Event abziehen
                    _IntPort.OnInterrupt -= _IntPort_OnInterrupt;
                }
            }
        }
    }
}

Als Ausgangsergebnis werden vier Werte wiedergegeben. Wenn nun vor dem Sensor eine Farbige Fläche mit einer der Grundfarben gehalten wird, dann verändern sich die Werte dementsprechend. Stammt die Farbe von einem Bildschirm (wie im folgenden Bild von einem Smart Phone), dann kann der Blaue Jumper herausgezogen werden, um die LED Beleuchtung abzustellen.

TCS3200_Netduino_01

  Bei grob angemalten Flächen wie dieser Karteikarte funktioniert es weniger gut..

TCS3200_Netduino_02

Anhand der Farbe stellen sich die Werte neu ein. Je ein deutiger die Farbe ist, um so deutlicher zeigt sich das Ergebnis.

Also bei durch gehenhenden Blau, Grün oder Rot zeigt sich ein hoher Wert. Wenn die Farbfläche jedoch wie bei meinem Beispiel mit der Karteikarte durchgeführt wird, stehen an jeden Ausgang relativ hohe Werte.

image

Noch ein Hinweis. Die Pulslänge wird kürzer, wenn der Weg des reflecktierten Licht kürzer wird, oder salobt gesagt, wenn die Farbfläche zu nah am Sensor ist, dann ist das Pulssignal sehr kurz. Dies führt dann dazu, dass die letzte Methode sehr häufig ausgeführt wird. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Speicherüberlauf und das Programm bleibt stehen.

Beispiel Programm zum Herunterladen für Netduino mit .NET Micro Framework 4.2

Dienstag, 15. April 2014

Luftdrucksensor BMP085 mit dem Netduino - Höhenangabe (Teil 4)

image_thumb8_thumb_thumb

Mit dem Luftdruck lässt sich in etwa auch die Höhe ermitteln. Allerdings ist dieser Wert bedingt verwendbar. Zum einen muss der Sensor beim einschalten mit der aktuellen Höhe kalibriert werden und zum anderen gibt es verschiedene Formeln für die Berechnung, die spezielle Anforderungen erfüllen.

Wie immer kommt es darauf an, was man möchte. Im Dokument selbst, wird nur der Luftdruck verwendet. Die Formel hierfür ist nicht sonderlich komplex und lässt sich daher in wenigen Codezeilen umsetzen.

altitude = 44330 * (1 – (p/p0) 1/5.255)
Nach dem Dokument auf Seite 14, ist diese Formel zu verwenden.

Auffällig dürften die festen Zahlenwerten sein, die auf den ersten Blick keinen Bezug darstellen. Die Beschreibung für diese Sache ist leider ohne Begründung, was mir selbst etwas Kopfzerbrechen bildet und mich auf den Weg brachte im weiten Internet nach einer plausiblen Antwort zu suchen. Leider mit geringen Erfolg und steht daher noch auf der TODO Liste.

Wer bereits für den Arduino nach einem Beispiel Code gesucht hat, so findet sich oft die folgende Methode mit etwas anderen Werten, die jedoch alle das selbe Ergebnis erzielen.

float calcAltitude(float pressure){
  float A = pressure/101325;
  float B = 1/5.25588;
  float C = pow(A,B);
  C = 1 - C;
  C = C /0.0000225577;
  return c;
}

Bei der Formel aus dem Dokument und das was sich aus dem Arduino Umfeld findet, fällt auf, dass die Temperatur nicht berücksichtigt wird. Das führt bedingt zu Ungenauigkeiten. Nach etwas längerem suchen fand ich die Seite Explorermagazin, auf der verschiedene Formeln vorgestellt werden. Am Ende habe ich mich für die Variante 2b entschieden.

p(h) = p(h0) * (1 - 0.00651 K/m *(h-h0)/T0)**5.255

h: Höhe (in Meter) über NN.
p(h): Luftdruck (in hPa) in Höhe h.
h0: Bezugshöhe (in Meter).
p(h0): Luftdruck (in hPa) auf Bezugshöhe
T0: Temperatur auf Bezugshöhe in Grad Kelvin (K)

Die Höhenberechnung wird in Abhängigkeit der Temperatur berücksichtigt, die hier Minus 0,651 Kelvin pro 100 Meter (-0,65K/100m) sind. Der Wert 5,255 wurde leider hier ebenfalls nicht beschrieben. Daher belasse ich diesen Punkt und stelle die Formel für die Zielumsetzung um.

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Kommen wir zum Programmcode in C#. Leider oder auch gut so, ist dass die Formel nicht in eine Zeile programmiert werden kann und sich somit in einzelnen Schritten abgebildet werden muss.

// Zweite Variante für die Höhen Berechnung
// Luftdruck bei Meeresspiegel

private double _ph0 = 1013.25;
// Bezugshöhe
private double _h0 = 0;

Anlegen der Member Variablen mit den Werten der Höhe 0 Meter und 1013,25hPa.

Den Quellcode den ich zur Verfügung stelle, hat noch zusätzlich die herkömliche Variante der Höhenberechnung, die nur mit dem Luftdruck berechnet wird. Für den Post verbleibe ich mit der Folgenden Methode, die mit Hilfe des Luftdrucks und der Temperatur ausgeführt wird, die sich aus der Formelumstellung ergab.

// Die Höhenberechnung aus Luftdruck und Temperatur.
private double GetAltitude(double pressure, double temperature)
{

    // Luftdruck in hPa umrechnen
    pressure = pressure / 100.0;

    // aktueller Luftdruck durch Bezugshöhe und dessen Luftdruck
    double p1 = pressure / _ph0;
    // Wurzel ziehen
    double p2 = System.Math.Pow(p1, 1.0 / 5.255);
    // minus 1, Wert Invertieren
    double p3 = (p2 - 1);
    // mal Temperatur ind Kelvin
    double p4 = p3 * (temperature + 273.15);
    // durch Kelvin pro Meter
    double p5 = p4 / 0.00651;

    // Relative Höhe des Vorangehenden Luftdrucks hinzu rechnen
   return p5 + _h0;
}

Eines sollte gleich klar sein. Das richtige Ergebnis ist nur draußen zu erhalten. Luftdruck und Außentemperatur wirken zusammen. Zuletzt noch ein Hinweis zur gemessenen Luftdrucks. Der Wert ist in Pascal und muss für die Berechnung in Hektopascal umgerechnet werden, das am Anfang der Mehtode umgerechnet wird.

Effektiv erzielt die Berechnung der Höhe ähnliche Ergebnisse wie die Formel ohne Temperatur Bezug. Für den Einsatz für Quadrocopter lohnt sich der Einsatz über fünf Meter Höhe. Für genaue und präzise Erfassung der Höhe, bleibt der Einsatz von Ultraschall- oder Optischer Distanzsensoren.

Nun das war meine kleine Serie über den Luftdruck Sensor und dessen Umsetzung. Wenn Fragen sind, können diese über die Kommentar Funktion gestellt werden.

Beispiel Programm zum Herunterladen (C# und .NET Micro Framework)

Wikipedia: Luftdruck

Barometrische Höhenformel

Dienstag, 31. Dezember 2013

Luftdrucksensor BMP085 mit dem Netduino - Kalibrieren (Teil 3)

image_thumb[8]_thumb

Um überhaupt mit den gelesenen Daten etwas anfangen zu können, müssen diese umgerechnet werden. Bevor dies geht, müssen am Anfang Kalibrierungsdaten ermittelt werden. Im Handbuch ist in kurzer Form beschrieben, in welchen Schritten gelesen und umgerechnet wird. Fummelig ist die Umrechnung für den Luftdruck. Es sind eine Menge Variablen, welche die Kalibrierungswerte aufnehmen und andere, um die Ergebnisse zwischen zu speichern. Zu der Klasse “BMP085” aus den zwei vorigen Posts kommen nun weitere Methoden hinzu. Damit der Post  nicht zu sehr in die Länge geht, habe ich nur die neuen und geänderten Inhalte zu der Klasse abgebildet.

Als erstes müssen die Kalibrierungskoeffizienten ermittelt werden, die in den Member abgelegt werden. Die Namen für die Variablen wurden direkt aus dem Datenblatt übernommen, was zugegeben etwas unschön aussieht.

// Kalibrierungswerte
private short _AC1;
private short _AC2;
private short _AC3;
private uint _AC4;
private uint _AC5;
private uint _AC6;
private short _B1;
private short _B2;
private short _MB;
private short _MC;
private short _MD;

private long _B5;
private short _OSS = 0;

Nicht alle Werte werden in ein “short” umgewandelt, denn drei davon kommen als “uint”. Daher muss am Ende der Methode für das Byte Shifting entschieden werden, als welcher Typ zurück gegeben wird.

// Fragt den Sensor den einzelnen Kalibrierungswert ab
private object GetCalibrateValue(byte[] msb_lsb, bool isUnsigned)
{
    byte[] ba = new byte[] { msb_lsb[1], 0x00 };
    if (Write(new byte[]{msb_lsb[0]}) == 0)
    {
        Debug.Print("Abfrage konnte nicht erfolgreich gesendet werden.");
    }
    else if (Read(ba) == 0)
    {
        Debug.Print("Abfrage konnte nicht erfolgreich empfangen werden.");
    }
   else
    {
        if (isUnsigned
)
        {
            return
(uint)(ba[0] << 8 | ba[1]);
        }
        else
        {
            return 
(short)(ba[0] << 8 | ba[1]);
        }
    }

    return 0;
}

Anschließend lassen sich mit einer weiteren Methode die Kalibrierungswerte in einem Block abrufen. Die Rückgabe kommt als Objekt und muss per Unboxing in den entsprechenden Typ angegeben werden, bevor es an die Member Variable zugewiesen wird.

// Kalibrierungswerte einlesen.
public void Calibration()
{
    _AC1 = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xAA, 0xAB }, false);
    _AC2 = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xAC, 0xAD }, false);
    _AC3 = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xAE, 0xAF }, false);
    _AC4 = (uint)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xB0, 0xB1 }, true);
    _AC5 = (uint)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xB2, 0xB3 }, true);
    _AC6 = (uint)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xB4, 0xB5 }, true);
    _B1 = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xB6, 0xB7 }, false);
    _B2 = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xB8, 0xB9 }, false);
    _MB = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xBA, 0xBB }, false);
    _MC = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xBC, 0xBD }, false);
    _MD = (short)GetCalibrateValue(new byte[] { 0xBE, 0xBF }, false);
}

Die Temperatur umzurechnen ist relativ trivial, auch wenn die Variablen Namen aus dem Handbuch dies etwas kryptisch wirken lassen. Davon sollten Sie sich nicht abschrecken lassen. Ich hätte da lieber andere Namen, aber halten wir uns an das Handbuch.

// Temperatur Berechnen
private double GetTemperatur(ulong ut)
{
    // x1 = (ut - ac6) * ac5 / (2 hoch 15)
    long x1 = (((long)ut - _AC6) * _AC5) >> 15;
    // x2 = mc * (2 hoch 11) / (x1 + md)
    long x2 = (((long)_MC) << 11) / (x1 + _MD);

    _B5 = x1 + x2;

    // Temperatur wird in 0,1°C Schritten gelesen
    return (double)((_B5 + 8) >> 4) / 10;
}

Den größten Teil bildet die Umrechnung für den Luftdruck, was auf den ersten Blick Augenkrebs verursachen kann. Leider ist im Datenblatt keine genauere Beschreibung darüber vorhanden, wie sich das Ganze zusammensetzt.

// Luftdruck Berechnen
public long GetPressure(ulong up)
{
    long b6 = _B5 - 4000;

    // x1 = (b2 * (b6 * b6) / (2 hoch 12)) / (2 hoch 11)
    long x1 = (_B2 * (b6 * b6) >> 12) >> 11;
    // x2 = ac2 * b6 / (2 hoch 11)
    long x2 = (_AC2 * b6) >> 11;
    long x3 = x1 + x2;
    // ((ac1 * 4 + x3) << oss + 2) / 4
    long b3 = (((((long)_AC1) * 4 + x3) << _OSS) + 2) >> 2;

    // x1 = ac3 * b6 / (2 hoch 13)
    x1 = (_AC3 * b6) >> 13;
    // x2 = (b1 * (b6 * b6 / (2 hoch 12)) / (2 hoch 16)
    x2 = (_B1 * ((b6 * b6) >> 12)) >> 16;
   // x3 = ((x1 + x2) + 2) / (2 hoch 2)
    x3 = ((x1 + x2) + 2) >> 2;
    // b4 = ac4 * (x3 + 32768) / (2 hoch 15)
    ulong b4 = ((ulong)_AC4 * (ulong)(x3 + 32768)) >> 15;

    // b7 = (up - b3) * (50000 >> oss)
    ulong b7 = ((ulong)(up - (ulong)b3) * (ulong)(50000 >> _OSS));

    long p = 0;
    if (b7 < 0x80000000)
    {
        // p = (b7 * 2) / b4
        p = (long)((b7 << 1) / b4);
    }
    else
    {
        // (b7 / b4) * 2
        p = (long)((b7 / b4) << 1);
    }

   // x1 = (p / (2 hoch 8)) * (p / (2 hoch 8))
    x1 = (p >> 8) * (p >> 8);
    // x1 = (x1 * 3038) / (2 hoch 16)
    x1 = (x1 * 3038) >> 16;
    // x2 = (-7357 * p) / (2 hoch 16)
    x2 = (-7357 * p) >> 16;
    // p = p + (x1 + x2 + 3791) / (2 hoch 4)
    p += (x1 + x2 + 3791) >> 4;

    return p;
}

Nun kann in der Klasse BMP085 die Methode “ReadSensorData” mit den zwei Methoden ergänzt werden. Dazu erhält das Daten Objekt SensorData zusätzlich zwei weitere Properties für das Abspeichern von Temperatur und Luftdruck.

public class SensorData
{
    public ulong TemperaturRawValue = 0;
    public ulong PressureRawValue = 0;

    public double Temperatur = 0;
    public double Pressure = 0;

    public override string ToString()
    {
       return "Temperatur Raw Value: " + TemperaturRawValue.ToString() +
            " - Pressure Raw Value: " + PressureRawValue.ToString() +
            "| Real Values - Temperature: " + Temperatur.ToString() +
            " - Pressure: " + Pressure.ToString();
    }
}

 

// Sensor Daten lesen
public void ReadSensorData(ref SensorData data)
{
    // Roh Temperatur lesen
    data.TemperaturRawValue = GetTemperaturRawValue();

    // Roh Luftdruck lesen
    data.PressureRawValue = GetPressureRawValue();

    // Temperatur berechnen
    data.Temperatur = GetTemperatur(data.TemperaturRawValue);

    // Luftdruck Berechnen
    data.Pressure = GetPressure(data.PressureRawValue);
}

Nun ist die Klasse schon fast fertig. Aber es sind noch weitere Möglichkeiten offen, die ich in den nachfolgenden Blog Posts beschreiben werde.

Beispiel Programm zum herunterladen

Datenblatt BMP085

Sonntag, 29. Dezember 2013

Luftdrucksensor BMP085 mit dem Netduino - Temperatur (Teil 2)

image_thumb[8]

Wie bereits in meinem vorigen Post beschrieben, soll nun der Temperatur Wert ausgelesen werden. Der Teil für das Auslesen des Luftdrucks wird in eine Methode ausgelagert. Die Methode “ReadSensorData” gibt die zwei Werte in einem Daten Objekt zurück, das zunächst angelegt wird. Die “ToString” Methode im Daten Objekt wird überschrieben, um die Wiedergabe beider Werte simpel zu gestalten.

public class SensorData
{
    public int TemperaturRawValue = 0;
    public int PressureRawValue = 0;

    public override string ToString()
    {
        return "Temperatur Raw Value: " + TemperaturRawValue.ToString() +
            " - Pressure Value: " + PressureRawValue.ToString();
    }
}

Nach dem das Daten Objekt vorliegt, kann die Methode “ReadSensorData”  für die Rückgabe umgeschrieben werden. Die Methode nimmt nun das Daten Objekt als Referenz an. Für das Einlesen der Temperatur wird ein zweites Byte Array benötigt zum zwischenspeichern. Die Methode “GetTemperature” ähnelt der Ausführung von “GetPressure”. In einen späteren Post wird dort nochmal eingegangen, wie sich diese Sinnvoll zusammenlegen lassen.

public class BMP085 : I2CDevice
{
    // Bestimmt wie lange gewartet wird in Millisekunden
    private int _Timeout = 1000;

  // Standard Mode
    private int _Mode = 1;

    // Empfangspuffer für Luftdruck
    private byte[] _ReceiveP = new byte[3];

    // Empfangspuffer für Temperatur
    private byte[] _ReceiveT = new byte[2];

    // Konstruktor mit vererbten Konstruktor von der I2CDevice Klasse
    public BMP085()
        : base(new Configuration(0x77, 40))
    {
    }

   // Sensor lesen und im Referenz Daten Objekt die Eigenschaftswerte überschreiben.
    public void ReadSensorData(ref SensorData data)
    {
        // Temperatur lesen
        data.TemperaturRawValue = GetTemperatur();

        // Luftdruck lesen
        data.PressureRawValue = GetPressure();
    }

    // Temperatur Wert lesen
    private int GetTemperatur()
    {
        // Status Abfrage senden
        if (Write(new byte[] { 0xF4, 0x2E }) == 0)
        {
            Debug.Print("Status Abfrage für Temperatur konnte nicht durch geführt werden.");
            return 0;
        }

        // Kurz abwarten
        Thread.Sleep(5);

        if (Write(new byte[] { 0xF6 }) == 0)
        {
            Debug.Print("Ergebnis abfrage konnte nicht gesendet werden.");
            return 0;
        }

        if (Read(_ReceiveT) == 0)
        {
            Debug.Print("Es konnte kein Temperatur Wert gelesen werden.");
            return 0;
        }

        return (int)_ReceiveT[0] << 8 | _ReceiveT[1];
    }

    // Luftdruck Wert lesen
    private int GetPressure()
    {
        // Status Abfrage senden
        if (Write(new byte[] { 0xF4, (byte)(0x34 + (_Mode << 6)) }) == 0)
        {
            Debug.Print("Status Abfrage für Luftdruck konnte nicht ausgeführt werden.");
            return 0;
        }

        // Kurz abwarten
        Thread.Sleep(8);

       // Sensor Ergebnis abfragen
       if (Write(new byte[] { 0xF6 }) == 0)
        {
            Debug.Print("Ergebnis Abfrage konnte nicht abgefragt werden.");
            return 0;
        }

        // Ergebnis einlesen
        if (Read(_ReceivePressure) == 0)
        {
            Debug.Print("Es konnte das Ergebnis vom Sensor nicht gelesen werden.");
            return 0;
        }

        // Ergebnis per Byteshifting
       return ((_ReceiveP[0] << 16) | (_ReceiveP[1] << 8) | (_ReceiveP[2])) >> (8 - _Mode);
    }

    // Sendet den Inhalt des Byte Arrays
    private int Write(byte[] buffer)
    {
        I2CTransaction[] trans = new I2CTransaction[]
        {
            CreateWriteTransaction(buffer)
        };

        return Execute(trans, _Timeout);
    }

    // Liest den zu empfangene Byte Array
   private int Read(byte[] buffer)
    {
        I2CTransaction[] trans = new I2CTransaction[]
        {
            CreateReadTransaction(buffer)
        };

        return Execute(trans, _Timeout);
    }
}

Für die Ausgabe muss zunächst das Daten Objekt “SensorData” angelegt werden in der “Main” – Methode. In der Schleife wird das Daten Objekt als Referenz an die Methode “ReadSensorData” übergeben, dass nun die Eigenschaftswerte überschreibt. Und am Ende wird die Ausgabe wieder über “Debug.Print()” ausgegeben.

public class Program
{
    private static BMP085 _Airpressur;

    public static void Main()
    {
        _Airpressur = new BMP085();
        SensorData data = new SensorData();

        while (true)
        {
            _Airpressur.ReadSensorData(ref data);
            Debug.Print(data.ToString());

            // halbe Sekunde warten
            Thread.Sleep(500);
        }
    }
}

Die Schaltung bleibt weiterhin so bestehen, wie im ersten Teil. Jetzt dürfte die Ausgabe in Visual Studio wie im folgendem Bild aussehen.

image

Die beiden Werte sind natürlich noch Roh Werte und müssen zunächst umgerechnet werden. Daher wird im nächsten Blog Post das Kalibrieren und Umrechnen behandelt.

Beispiel Programm zum herunterladen.

Datenblatt BMP085

Freitag, 27. Dezember 2013

Luftdrucksensor BMP085 mit dem Netduino - Luftdruck (Teil 1)

image

Für das Erfassen von Wetterdaten eignet sich der Sensor BMP085. In erster Linie misst dieser den Luftdruck, kann jedoch auch die Temperatur messen. Dennoch bleiben wir zunächst bei einem kurzen Testprogramm für den Netduino.

public class BMP085 : I2CDevice
{
   // Bestimmt wie lange gewartet wird in Millisekunden
    private int _Timeout = 1000;

   // Standard Mode
    private int _Mode = 1;

    // Empfangspuffer
    private byte[] _Receive = new byte[3];

    // Konstruktor mit vererbten Konstruktor von der I2CDevice Klasse
    public BMP085() : base(new Configuration(0x77, 40))
    {
    }
    // Sensor lesen
    public int ReadSensorData()
    {
        // Status Abfrage senden
        if (Write(new byte[] { 0xF4, (byte)(0x34 + (_Mode << 6)) }) == 0)
        {
            Debug.Print("Status abfrage konnte nicht ausgeführt werden.");
            return 0;
        }

        // Kurz abwarten
        Thread.Sleep(8);

        // Sensor Ergebnis abfragen
        if (Write(new byte[] { 0xF6 }) == 0)
        {
            Debug.Print("Ergebnis konnte nicht abgefragt werden.");
            return 0;
        }

        // Ergebnis einlesen
        if (Read(_Receive) == 0)
        {
            Debug.Print("Es konnte das Ergebnis vom Sensor nicht gelesen werden.");
            return 0;
        }

        // Ergebnis per Byteshifting
       return ((_Receive[0] << 16) | (_Receive[1] << 8) | (_Receive[2])) >> (8 - _Mode);
    }

    // Sendet den Inhalt des Byte Arrays
   private int Write(byte[] buffer)
    {
        I2CTransaction[] trans = new I2CTransaction[]
        {
            CreateWriteTransaction(buffer)
        };

        return Execute(trans, _Timeout);
    }

    // Liest den zu empfangene Byte Array
    private int Read(byte[] buffer)
    {
        I2CTransaction[] trans = new I2CTransaction[]
        {
            CreateReadTransaction(buffer)
        };

        return Execute(trans, _Timeout);
    }
}

Der Programmcode ermöglicht den Messwert im Sensor auszulesen. Nun muss im Program.cs die Klasse initialisiert werden und in der Schleife der Sensor immer wieder gelesen werden.

public class Program
{
    private static BMP085 _Airpressur;

    public static void Main()
    {
        _Airpressur = new BMP085();

       while (true)
        {
            Debug.Print("Pressure Value: " + _Airpressur.ReadSensorData().ToString());

            // halbe Sekunde warten
            Thread.Sleep(500);
        }

    }
}

Wie nun die Kalibrierung funktioniert, erkläre ich in einem späteren Post. Nun zu der Verkabelung. Leider war der Sensor in der Fritzing Software in einer anderen Version. Diesmal sollten diese Fotos ausreichen, um zu zeigen, wie dieser Sensor verkabelt wird.

Luftdrucksensor_BMP085_Netduino1_bearbeitet-1
Verkabelung bei einem Netduino Plus 1

Mit dem Netduino 2 und dem Netduino Plus 2 sind die Anschlüsse für den I²C auf die andere Seite gewandert.

Luftdrucksensor_BMP085_bearbeitet-1
Verkabelung bei einem Netduino Plus 2

Wenn alles soweit klappt, dürfte nun im Visual Studio – Ausgabe Fenster der Messwert angezeigt werden.

image

Wie sich zeigt, bildet das kleine Programm eine einfache Möglichkeit den Sensor in Betrieb zu nehmen. Im nächsten Blog Post wird auf den Temperatur Sensor eingegangen, der hier ebenfalls auf dem Sensor Modul enthalten ist.

Beispiel Programm zum herunterladen.

Datenblatt BMP085

Dienstag, 29. Oktober 2013

PWM / PPM Frequenz an Brushless Motoren mit dem Netduino

NetduinoServo01_bearbeitet-1

Im Modellbau ist es üblich, dass die Frequenz für PWM bei 50Hz zum Ansteuern von analogen Servos und analogen Motorenreglern verwendet wird. Wer allerdings einen digitalen Servo oder eine digitale Motorensteuerung hat, kann hier eine weit höhere Frequenz verwenden. Besonders bei Modellhelikoptern oder auch bei den Quadrocoptern wird dies gefordert. Der Grund liegt hier klar auf der Hand, dass die Periodendauer wesentlich kürzer wird und somit pro Sekunde mehrmals ein neuer Steuerwert festgelegt werden kann. Bei 50Hz liegt die Periodendauer bei 20 Millisekunden, wovon 1 bis 2 Millisekunden das eigentliche Steuersignal (Duration) abbilden und in den restlichen 18 Millisekunden nichts weiter kommt. Daher habe ich mir gedacht, wie sieht eigentlich dann das Signal aus, wenn es auf 200Hz gesetzt wird.

image
Beispiel Darstellung mit 50Hz PWM Signal mit einer Periodendauer von 20ms.
image
Beispiel Darstellung mit 200Hz PWM Signal mit einer Periodendauer von 5ms

Schnell stellt sich heraus, dass sich grundsätzlich die Periodendauer und die LOW Pegellänge verändert, wie in den Bildern zu sehen ist. Die Duration bleibt unverändert und wird auch nicht skaliert, was das Programmieren des Signals einfach gestaltet. Im nächsten Programm Beispiel wird der erste PWM Port mit 20ms und der zweite Port mit 5ms Periodendauer initialisiert.

// PWM Signal mit 20 Millisekunden Periode und 1 Millisekunde Duration
PWM pwm1 = new PWM(PWMChannels.PWM_PIN_D5, 20000, 1000,
    PWM.ScaleFactor.Microseconds, false);
// PWM Signal mit 5 Millisekunden Periode und 1 Millisekunde Duration
PWM pwm2 = new PWM(PWMChannels.PWM_PIN_D6, 5000, 1000,
   PWM.ScaleFactor.Microseconds, false);

// PWM Ausgänge starten
pwm1.Start();
pwm2.Start();

// Analogen Eingang einrichten zum verstellen der Duration für die PWM Ausgänge
AnalogInput ai = new AnalogInput(Cpu.AnalogChannel.ANALOG_0);

double addDuration = 0;

while (true)
{
   // Abfrage des Analogen Einganges
    addDuration = ai.Read();

    // Neuen Duration Wert zuweisen zwischen 1000µs bis 2000µs
    pwm1.Duration = 1000 + (uint)(addDuration * 1000);
    pwm2.Duration = 1000 + (uint)(addDuration * 1000);

}

Dieser Inhalt wird in der ‘Main()’ Methode ausgeführt.

Mit dem analogen Eingang wird die Duration neu festgelegt, was mit einem Potentiometer bestimmt werden kann.

Netduino_zwei_Servos_Steckplatine
Hier sollten möglichst schwache Servos verwenden werden, um den Netduino nicht sonderlich zu belasten andernfalls ist eine externe Versorgung notwendig.

Für diesen Test funktionierten auch die analog Mini Servos, wenn auch nicht ideal (Leider keine passenden Digital Servos). Dreht man nun an dem Potentiometer, so kann man erkennen, dass der Servo am Port mit 200Hz schneller reagiert und der andere mit 50Hz nachzieht.

PWM Steuerung mit verschiedenen Frequenzen
Highspeed Aufnahme mit zwei Servos. Der mit dem Kreuzarm, wird mit 200Hz betrieben. Der mit den einzelnen Arm, wird mit 50Hz angesteuert.

Zudem benötigt die Klasse beim Zuweisen einer neuen Duration etwas Zeit. Grund hierfür ist, dass beim Zuweisen gewartet wird (siehe dazu ggf. Interrupt). Das bedeutet, wenn im Programmcode die Duration einen neuen Wert erhält, so kann es einige Millisekunden dauern, bis es an der Stelle weiter geht. Deutlich wird dies beim Zeitstoppen. Die folgenden Ergebnisse zeigen die Dauer eines Durchlaufens vom Einlesen des Analogen Wertes und anschließend das Zuweisen der beiden PWM Ports.

image image
Netduino Plus 2 Netduino Plus 1

Eigentlich sollte hier die Iterationsdauer fast immer gleich sein, aber sie springt teilweise von 2100 Mikrosekunden bis über 4000 Mikrosekunden bei dem Netduino Plus 1. Der Netduino Plus 2 ist da schon wesentlich konstanter und ist im Schnitt eine halbe Millisekunde schneller, was allein der höheren Taktrate zu verdanken ist.

Zusammengefasst ist klar, dass eine höhere Steuerfrequenz weniger Zeit benötigt, und die zu steuernde Einheit in kürzerer Periodendauer ein neues Steuersignal erhält. Die Frequenzen weit über 50Hz sind aber gut für digital Servos und ESC Regler (Brushless Regler) geeignet. Wie hoch die maximale Steuerfrequenz sein darf ist von der Abtastung des Reglers abhängig.

Verwendete Inhalte:

  • Netduino Plus und Netduino Plus 2
  • Analog Servo; 4,8V-6V  (oder besser ein Digital Servo)
  • Potentiometer
  • Kabel

Die Beispiel Solution mit .NET Micro Framework 4.2 zum Downloaden.

Ameisen Simulation und andere Dinge

Wer lange sich schon mit C# beschäftig, hat sicherlich schon mal was von AntMe gelesen oder gehört. Diese Idee hatte ich aufgegriffen und mi...