Donnerstag, 17. September 2026

Neues Druck Projekt gestartet

 

Letztes Jahr habe ich eine kleine Nachbildung des LEGO Technic Abschlepper Truck in 300% größe gedruckt. Ein fertiges Model hatte ich bereits im Internet gefunden, jedoch reichte mir das nicht und ich habe diesen noch mit einem Motor, Fahrtenregler und Servo erweitert, um dieses in ein RC Auto aufzuwerten. Funktioniert gut und reicht für innerhalb der Wohnung und man kann damit auch gut draußen fahren, solange die Fahrt nicht in der heißen Sonne ist. Warum? Das Modell ahbe ich mit PLA gedruckt.

Nun hatte ich letzten diese Kettenteile gefunden zum Ausdrucken und konnte das nicht lassen, dieses Bauteil in Maßstab 3:1 oder halt 300% groß zu drucken. Und ich will mehr und nun habe ich mit der Planung angefangen.

 

Abgesehen von der Batteriebox, dem Empfänger, die zwei Motoren und einge Modifikationen an weiteren Teilen, könnte ich anfangen zu drucken.

 

Aber bevor ich wirklich anfangen kann, muss ich noch Filament einkaufen.  Die Frage ist nur wie viel Filament benötige ich für mein Projekt.

Geht man von den Standard Einstellungen für PTEG Basic und den Einstellungen durch, komme ich allein für Schwarzes Filament auf eine gerundete Netto von 3080g. 

Da ich von Einstellungs- und Fehlerdrucke ausgehen, kann ich gleich 4Kg einplanen. Könnte reichen, denn mit dem Bambulab Drucker habe ich bisher wenig Fehldrucke gehabt mit PETG, nachdem ich mir eine Smooth PEI Platte gekauft habe.

Motor, Batteriekasten, Empfänger und Modifikationen fehlen noch im Plan. Lässt man die zunächst aus, komme ich jetzt bereits auf 188h 308h Netto Druckzeit und 5,95Kg 8,15kg Netto Filament Gewicht. Mit Sicherheit werde ich mehr als 200h Druckzeit benötigen und dann kommen noch die Bearbeitungszeit für die Modifikationen an den Teilen, um Kugellager, Motor und weitere Elektronik zu verbauen.

Ein paar Teile habe ich schon und aus reiner Neugier habe ich die Hülle des Technic Motors mit Transparenten Filament gedruckt. Wird sicherlich eine Tolle Deckolampe im Motorendesign.

Der Plan ist, bis Ende des Jahres fertig zu werden. Da ich erst nächsten Monat anfangen kann, bleiben mir also 3 Monate bis zur Fertigstellung. Ob das was wird, steht in den Sternen.

Montag, 6. April 2026

Problem mit PostrgreSQL auf Raspberry PI

Eigentlich wollte ich eine menge Programme auf einem Raspberry Pi installieren und das am besten über eine Docker Compose Datei einrichten. Aber bevor ich eine Finale Docker Compose Datei erstellen kann, muss ich mich mehr mit den Ziel Programmen auseinandere setzen.

Zugegeben kann eine Einrichtung der Anwendung auch über KI Chats abgefragt werden und gewisser maßen ließe sich mit dem richtigen Prompt, das Lernen neuer Technologien neu gestalten. Also Warum noch ein Blog schreiben? KI Chat geben oft nur das Ergebnis, was oft in der Masse genutzt wird und wenn eine Lösung Obsolete ist, hatte ich oft die alten Lösungen erhalten, die selbstverständlich nicht funktionierten. Dem KI Chat fehlt noch die Kreative Lösungen zu erarbeiten. Egal wie gut oder Schlecht der geschriebene Prompt ist, man tritt an diese Grenze und aus der KI Hilfe wird schnell zur Bremse.

Setup

  • Raspberry Pi 4 mit 4GB Arbeitsspeicher
  • RaspbianOS
  • Docker for Linux an Arm
  • Postgres Datenbank

 

Anforderung

Die Datenbank Postgres soll auf dem Raspberry Pi installiert werden und über das Netzwerk erreichbar sein. Zudem dürfen die Daten nicht weg sein, nach einem Neustart durch updates oder Stromausfall des Raspberry Pi. Weil später noch weiterere Programme auf dem Raspberry Pi ausgeführt werden, darf die Datenbank maximal 30% der CPU Leistung beanspruchen. 

Zusatz ist mein Problem, warum ich wieder ein Blogpost dafür schreibe. Daher die Lösung des Problemfalls beschreiben. 


Vorbereitung

Die Einrichtung der Postgres Datenbank in Docker kann komplett in eine Docker Compose festgehalten werden. Einzig und alleine ist sich mit Docker Compose auseinander zusetzen und anschließend die Inhalte zu kommentieren.

Fangen wir an, einen Ordner anzulegen, in dem die Docker Compose für Postgres abgelegt werden. 

sudo mkdir SetupPostgresql  

Anschließend in den Ordner wechseln

cd SetupPostrgresql  

Und dann mit der Anwendung Nano erstellen wir an eine neue Docker Compose Datei. 

sudo nano docker-compose.yaml

Mit dem bestätigen des Commands, wechselt die Ansicht in den Textbearbeitungswerkzeug Nano.

Den Inhalt füllen wir nun mit dem Typischen YAML Code.  Hier nicht vergessem den Zugang mit Benutzername und Passwort festzulegen. 

version: '3.8'

services:
  postgres:
    image: postgres:latest          # installiert die aktuell verfügbare version.
    container_name: postgres_rpi
    environment:
      POSTGRES_USER: dein_benutzername          # muss eingerichtet werden
      POSTGRES_PASSWORD: dein_sicheres_passwort # muss eingerichtet werden
      POSTGRES_DB: deine_datenbank
    volumes:
      - postgres_data:/var/lib/postgresql/data  # stellt sich, dass die Daten bleiben
    ports:
      - "5432:5432"                 # Der Port, auf die Datenbank erreichbar ist.
    deploy:
      resources:
        limits:
          cpus: '0.3'               # Maximale CPU-Auslastung auf 30% begrenzen
    restart: unless-stopped         # Verfügbarkeit nach dem neustart. 

volumes:
  postgres_data:                    # stellt sicher das die Daten bleiben.

Nach dem Einfügen wird mit dem Befehl STRG + o mit anschließenden ENTER gespeichert und mit STRG + x wird die Anwendung Nano verlassen und wechselt wieder in die Terminal Ansicht.

Nun kann mit der fertigen Datei die Installation durchgeführt werden, um den Container zu starten.

sudo docker-compose up -d

 Falls folgende Meldung kommt, dann das binde Strich weg lassen.

 

Wenn die Ausführung funktioniert hat, dann sollte folgendes als Ergebniss ausgegeben werden.


Zugriff prüfen

Zunächst kann geprüft werden, ob der Docker Container wirklich  ausgeführt wird. 

sudo docker ps

Wenn im folgenden Bild der Status mit "Restarting (1) ..." steht, dann funktioniert der Container nicht und startet in diesen Fall immer wieder neu.

 

Fehlerursache

Um nach dem Problem zu schauen, hilft der Blick in den Docker Logs. Im Command ist darauf zu achten, den Log auf einen Docker Container zu filtern.

sudo docker logs postgres_rpi

Wie bereits in meinem Intro Bild, erschien bei mir der Fehler, dass mit PostgreSQL Version 18 der Pfad zum Persistieren sich geändert hat.

 

Klar ist, dass der Pfad zu ändern ist. Also kehren wie in die Docker-Compose Datei zurück.

sudo nano docker-compose.yaml

Folgende Anpassung bzw. Ergänzung sollte gesetzt werden vor dem Eintrag "volumes".

# WICHTIGE Anpassung und hilft auch bisherige Pfade zu verwenden.
PGDATA: /var/lib/posgresql/data

Weil mir eine Beschreibung zu lang werden würde, habe ich ein Bild vom YAML angelegt und die Stelle Markiert, das einfach Zeigt, wo der Eintrag gesetzt werden soll.

 

Anschließend Speichern mit STRG + o und mit Enter bestätigen. Mit STRG + x die Anwendung Nano beenden.

Probieren wir die Änderung aus.

sudo docker compose up -d

Folgendes Ergebnis kam in meinem Fall. Am Status ist zu sehen, dass nun die Datenbank funktioniert.

Zugriff von einem anderen System prüfen 

Für den Zugriff verwende ich von Jetbrains die Anwendung DataGrip, das für verschiedene Datenbanken verwendet werden kann. Für das einrichten einer neuen Datenbank muss Benutzername und Passwort gesetzt sein, sowie die IP Adresse und Port.

Mit "Test Connection" kann dann geprüft werden, ob die Verbindung zur Datenbank funktioniert.

 

Hat das geklapp, kann nun auf die Datenbank "developer_data" auf dem Raspberry Pi zu gegriffen werden.

 

Abschließend

Vielleicht suche ich einfach nach den falschen Begriffen. Mit Google habe ich die Behebung der Fehlerursache nicht gefunden und der lange Eintrag in Github, war für mich mühselig. Besonders, wenn man zu Müde ist. Hilfreich war das Tool Notebook LM in dem man den Link eingibt und dann mit der KI Chat fragen stellen kann. So kam ich relativ schnell auf eine Lösung, wofür ich sonst deutlich länger gebraucht hatte.

Am Anfang hatte ich bereits schon einen KI Chat probiert und festgestellt, dass das Thema wohl zu neu ist oder das es eins von den Dingen ist, wo einem der KI Chat hinhält, um möglichst viele Tokens zu verbrauchen. Das ist mir schon öfter aufgefallen, dass die Lösung schon nach zwei drei Fragen hätte erledigt sein könne. Daher mein anderer Ansatz mit Notebook LM.

Noch was. Ich hätte das Problem weg lassen können und gleich den Lösungsansatz schreiben können. Den YAML Code habe ich über den KI Chat generiert und erkannte gleich ein Problem einer Hinhalte Taktik von KI Chats oder vielleicht doch "Zufall", dass ich schon letztes jahr festgestellt habe. 

 

Quellen:

https://github.com/docker-library/postgres/pull/1259 

Samstag, 27. Dezember 2025

PWM-Signal auf dem Raspberry PI PINs läst sich nicht ansteuern

Beim Prüfen der PWM-Ausgänge musste ich feststellen, dass sich die Pins nicht ansprechen ließen.

Hierfür habe ich ein C#-Projekt mit .NET erstellt, das auf die GPIOs zugreift und ein PWM-Signal zur Steuerung von zwei Servos einrichtet.
Selbst mit direkten Shell-Kommandos ließen sich die PWM Pins auf dem Raspberry Pi nicht einstellen.


Verwendete Hardware

  • Raspberry Pi 4
  • Raspbian OS
  • Mini-Servo

Ziel

Einen GPIO-Pin für PWM-Signale korrekt einrichten, sodass ein Servo zuverlässig gesteuert werden kann.

  • GPIO12 auf PWM festlegen
  • GPIO13 auf PWM festlegen


Welche Version von Raspbian OS ist installiert?

Mit folgendem Befehl werden mehrere Zeilen ausgegeben, die Informationen über die aktuell verwendete Linux-Version liefern:

 hostnamectl  




PWM zunächst einrichten

Über die config.txt kann der PWM-Eintrag gesetzt werden.
In älteren Raspbian-Versionen befand sich diese Datei unter /boot/config, der Pfad hat sich jedoch geändert zu:

 /boot/firmware/config.txt  

Bearbeiten der Datei:

 sudo nano /boot/firmware/config.txt  

Ganz nach unten scrollen und folgenden Eintrag setzen:

 dtoverlay=pwm-2chan  

HINWEIS: Dieser Eintrag ist Teil des Problems. Die korrekte Lösung wird im letzten Abschnitt unter „Dauerhaft einstellen“ beschrieben.

Speichern mit STRG + O, bestätigen mit ENTER.
Nano mit STRG + X verlassen.

Anschließend muss das Betriebssystem neu gestartet werden:

 sudo reboot  

Servo anschließen

Der Servo kann nun am Raspberry Pi angeschlossen werden.
Die Stromversorgung sollte jedoch nicht über die GPIO-Pins des Raspberry Pi erfolgen. Eine Ausnahme gilt nur für Mini-Servos ohne nennenswerte Last und mit sehr geringem Stromverbrauch.

Zwar kann die USB-C-Stromversorgung bis zu 3 A liefern, dennoch empfiehlt es sich, unter 500 mA zu bleiben und die Stromaufnahme nicht auszureizen.


Einrichtung über die Shell

Zunächst ein einfacher Test, um einen Servo direkt über die Shell anzusteuern.

Prüfen, ob der PWM-Chip verfügbar ist

 ls /sys/class/pwm  

Das erwartete Ergebnis ist pwmchip0.
Andernfalls muss der Chip über die config.txt korrekt eingerichtet werden.




Prüfen, ob pwm0 vorhanden ist

 ls /sys/class/pwm/pwmchip0  

In meinem Fall wurde nur pwm1 angezeigt.




PWM-Kanal exportieren

 echo 0 | sudo tee /sys/class/pwm/pwmchip0/export  

Danach sollte auch pwm0 verfügbar sein.




PWM für Servo einstellen

Periode: 20 ms

 echo 20000000 | sudo tee /sys/class/pwm/pwmchip0/pwm0/period  

Pulsweite für Mittelstellung (1,5 ms)

 echo 1500000 | sudo tee /sys/class/pwm/pwmchip0/pwm0/duty_cycle  

PWM aktivieren

 echo 1 | sudo tee /sys/class/pwm/pwmchip0/pwm0/enable  

An dieser Stelle sollte der Servo in die Mittelstellung fahren.

Servo nach links bewegen (Pulsweite 1 ms)

 echo 1000000 | sudo tee /sys/class/pwm/pwmchip0/pwm0/duty_cycle  

Servo bewegt sich weiterhin nicht

Wenn sich der Servo trotz dieser Einstellungen nicht bewegt, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich an der Pin-Konfiguration.
Als Nächstes wird der Status des GPIO-Pins geprüft:

 raspi-gpio get 12  

In meinem Fall erschien die Meldung „command not found“.




Alternative Prüfung

 pinctrl get 12  

Damit lässt sich ebenfalls die aktuelle Konfiguration von GPIO12 auslesen.
In meinem Fall ergab sich folgendes Ergebnis:



raspi-gpio-Paket installieren?

In aktuellen Versionen von Raspbian OS ist das Paket raspi-gpio nicht mehr standardmäßig installiert.
Ein Nachinstallieren ist grundsätzlich möglich:

 sudo apt update  
 sudo apt install raspi-gpio  

In meinem Fall trat dabei jedoch ein Fehler auf.


Offenbar ist hier entweder eine Anpassung seitens der Distribution erforderlich – oder das Paket wird nicht mehr vorgesehen.


Pin umstellen (Pin-Multiplexing)

In meinem Fall war GPIO12 als INPUT konfiguriert und musste über Pin-Multiplexing umgestellt werden.

GPIO12 auf PWM0 setzen:

 sudo pinctrl set 12 a0  

Die Änderung sollte ohne Neustart wirksam sein.
Bei mir bewegte sich der Servo danach endlich wie erwartet.


Dauerhaft einstellen

Rückblickend hätte ich diese Konfiguration direkt zu Beginn vollständig setzen sollen.
Hätte ich das früher gewusst, hätte ich mir viele Zwischenschritte erspart, da sich die meisten Lösungsansätze nur auf kurzfristige Workarounds beziehen.

Für eine dauerhafte PWM-Konfiguration muss folgender Eintrag in der Datei
/boot/firmware/config.txt gesetzt werden:

 dtoverlay=pwm-2chan,pin=12,func=4,pin2=13,func2=4  

Danach speichern mit STRG + O, bestätigen mit ENTER, Nano mit STRG + X beenden und anschließend neu starten:

 sudo reboot  

Fazit

Offensichtlich wurde mit der neuen Betriebssystemversion deutlich aufgeräumt. Viele Funktionen scheinen heute durch unterschiedliche Bibliotheken mehrfach vorhanden zu sein oder wurden neu strukturiert.

Erst mit Unterstützung von Microsoft Copilot und ChatGPT bin ich – nach zahlreichen Fragen und Fehlversuchen – auf diese Lösung gestoßen.
Über die klassische Google-Suche bzw. Gemini führte der Weg ebenfalls nicht direkt zum Ziel.

Ein möglicher Grund dafür ist der Wechsel des Raspbian OS von Bookworm auf Trixie, der intern offenbar einige Änderungen an der GPIO- und PWM-Konfiguration mit sich gebracht hat.

Freitag, 26. Dezember 2025

Codexzier DirectSight - Entwicklung (Teil 1)

Dienst mit .NET für Raspberry Pi entwickeln

Was muss ich tun, um einen Raspberry Pi mit Kamera und zwei Servos über einen Windows-PC anzusteuern?

An dieser Stelle ist klar: Dieses Thema lässt sich nicht in einem kurzen Blogpost mit zwei oder drei Seiten vollständig abhandeln. In Zeiten von Künstlicher Intelligenz und sogenanntem Vibe Coding sind größere Vorhaben jedoch deutlich schneller umsetzbar als noch vor fünf Jahren.
Trotzdem habe ich festgestellt, dass selbst der Einstieg – obwohl er nur ein Teilschritt des Gesamtprojekts ist – überraschend zeitintensiv war. Insgesamt habe ich mehr als drei Stunden an einem Tag investiert. Mit dem entsprechenden Vorwissen hätte ich das vermutlich in 30 Minuten erledigt.

Genau darum geht es mir jedoch: Lernen mit Unterstützung von KI, um die Umsetzung und Ausführung der einzelnen Komponenten wirklich zu verstehen.



Was ich verwende

  • Raspberry Pi 4
  • Raspberry Pi Kamera Modul 3
  • Visual Studio 2026 oder JetBrains Rider 2025.3.1
  • C# mit .NET 10
  • GitHub inkl. GitHub Actions
  • Linux bzw. Raspbian OS

 


Anforderung

Ziel ist zunächst, auf dem Raspberry Pi einen Dienst zu betreiben, der das aktuell ein "Hello World!" ausgibt.
Auf einem Windows-PC soll mit der Consolen Anwendung der Text mit Datum und Uhrzeit abgerufen werden.

Der gesamte Aufbau soll innerhalb eines privaten Netzwerks funktionieren.

  


Dienstanwendung für Raspberry Pi

Für den Dienst auf dem Raspberry Pi verwenden wir zunächst das Template „Worker Service“ in Visual Studio bzw. „Services“ in Rider.


Neben .NET 10 sind zunächst keine weiteren Einstellungen notwendig. Ich habe jedoch zusätzlich die Option „Do not use top-level statements“ aktiviert – hier bin ich bewusst altmodisch.

Anschließend kann ein passender Projekt- und Solution-Name vergeben werden.

 


Testklasse mit Socket

Damit später eine Konsolenanwendung ein „Hello World!“ inklusive Datum und Uhrzeit empfangen kann, wird die Klasse TcpTestServer.cs angelegt.

 using System.Net;  
 using System.Net.Sockets;  
 using System.Text;  
 namespace CodexzierDirectSight  
 {  
   public static class TcpTestServer  
   {  
     private const int Port = 5000;  
     public static async Task StartAsync(CancellationToken stoppingToken, ILogger logger)  
     {  
       var listener = new TcpListener(IPAddress.Any, Port);  
       listener.Start();  
       logger.LogInformation($"TCP Server listening on port {Port}");  
       try  
       {  
         while (!stoppingToken.IsCancellationRequested)  
         {  
           if (listener.Pending())  
           {  
             var client = await listener.AcceptTcpClientAsync(stoppingToken);  
             _ = HandleClientAsync(client, logger);  
           }  
           else  
           {  
             await Task.Delay(100, stoppingToken); // kleine Pause  
           }  
         }  
       }  
       catch (OperationCanceledException) { } // Normaler Stop  
       finally  
       {  
         listener.Stop();  
       }  
     }  
     private static async Task HandleClientAsync(TcpClient client, ILogger logger)  
     {  
       await using var stream = client.GetStream();  
       var message = Encoding.UTF8.GetBytes($"Hello World! {DateTime.Now:U}\n");  
       await stream.WriteAsync(message, 0, message.Length);  
       client.Close();  
       logger.LogInformation("Sent Hello World to client");  
     }  
   }  
 }  

Anschließend muss in der Worker-Klasse eine Instanz von TcpTestServer eingebunden werden.

 namespace CodexzierDirectSight;  
 public class Worker(ILogger<Worker> logger) : BackgroundService  
 {  
   protected override async Task ExecuteAsync(CancellationToken stoppingToken)  
   {  
     _ = TcpTestServer.StartAsync(stoppingToken, logger);  
     while (!stoppingToken.IsCancellationRequested)  
     {  
       if (logger.IsEnabled(LogLevel.Information))  
       {  
         logger.LogInformation("Worker running at: {time}", DateTimeOffset.Now);  
       }  
       await Task.Delay(1000, stoppingToken);  
     }  
   }  
 }  

 


Shell-Script für Deployment

Damit die Installation später per Shell-Eingabe erfolgen kann, wird im Repository-Verzeichnis der Ordner deploy angelegt.



In diesem Ordner befindet sich die Datei install.sh, die im Grunde eine einfache Textdatei ist.

#!/usr/bin/env bash  
 set -e  
 APP_NAME="CodexzierDirectSight"  
 SERVICE_NAME="codexzierdirectsight"  
 INSTALL_DIR="/opt/$SERVICE_NAME"  
 SERVICE_FILE="/etc/systemd/system/$SERVICE_NAME.service"  
 GITHUB_REPO="Codexzier/CodexzierDirectSight"  
 ARCH="linux-arm64"  
 TMP_DIR="/tmp/CodexzierDirectSight-install"  
 echo "== Installing $APP_NAME =="  
 # Root-Check  
 if [ "$EUID" -ne 0 ]; then  
  echo "ERROR: Run as root (use sudo)"  
  exit 1  
 fi  
 # Architektur-Check  
 if [[ "$(uname -m)" != "aarch64" ]]; then  
  echo "ERROR: This installer supports only ARM64"  
  exit 1  
 fi  
 # Vorbereitung  
 rm -rf "$TMP_DIR"  
 mkdir -p "$TMP_DIR"  
 mkdir -p "$INSTALL_DIR"  
 # Latest Release URL ermitteln  
 echo "Fetching latest release info..."  
 DOWNLOAD_URL=$(curl -s https://api.github.com/repos/$GITHUB_REPO/releases/latest \  
  | grep browser_download_url \  
  | grep "linux-arm64" \  
  | cut -d '"' -f 4)  
 if [ -z "$DOWNLOAD_URL" ]; then  
  echo "ERROR: Could not find release artifact"  
  exit 1  
 fi  
 # Download  
 echo "Downloading $DOWNLOAD_URL"  
 curl -L "$DOWNLOAD_URL" -o "$TMP_DIR/app.tar.gz"  
 # Stop Service (falls vorhanden)  
 systemctl stop $SERVICE_NAME 2>/dev/null || true  
 # Entpacken  
 tar -xzf "$TMP_DIR/app.tar.gz" -C "$INSTALL_DIR"  
 chmod +x "$INSTALL_DIR/CodexzierDirectSight"  
 # systemd Service installieren  
 cat > "$SERVICE_FILE" <<EOF  
 [Unit]  
 Description=CodexzierDirectSight Worker Service  
 After=network.target  
 [Service]  
 ExecStart=$INSTALL_DIR/CodexzierDirectSight  
 WorkingDirectory=$INSTALL_DIR  
 Restart=always  
 RestartSec=5  
 KillSignal=SIGINT  
 SyslogIdentifier=CodexzierDirectSight  
 User=root  
 [Install]  
 WantedBy=multi-user.target  
 EOF  
 # systemd reload & start  
 systemctl daemon-reexec  
 systemctl daemon-reload  
 systemctl enable $SERVICE_NAME  
 systemctl start $SERVICE_NAME  
 echo "== Installation complete =="  
 systemctl status $SERVICE_NAME --no-pager  

 


GitHub Workflow einrichten

Um die Bereitstellung über GitHub zu ermöglichen, muss ein entsprechender Workflow eingerichtet werden.

name: Release Codexzier DirectSight  
 on:  
  push:  
   tags:  
    - 'release-*.*.*'  
 permissions:  
  contents: write  
 jobs:  
  build-release:  
   runs-on: ubuntu-latest  
   env:  
    APP_NAME: CodexzierDirectSight  
    PROJECT_PATH: CodexzierDirectSight/CodexzierDirectSight.csproj  
    RUNTIME: linux-arm64  
    CONFIGURATION: Release  
   steps:  
   - name: Checkout source   
    uses: actions/checkout@v4  
   - name: Setup .NET  
    uses: actions/setup-dotnet@v4  
    with:  
     dotnet-version: 10.0.x  
   - name: Restore dependencies  
    run: dotnet restore $PROJECT_PATH  
   - name: Publish (self-contained)  
    run: |  
      dotnet publish $PROJECT_PATH \  
       -c $CONFIGURATION \  
       -r $RUNTIME \  
       --self-contained true \  
       /p:PublishSingleFile=true \  
       /p:PublishTrimmed=false \  
       -o publish  
   - name: Prepare artifact  
    run: |  
      mkdir -p artifact  
      cp -r publish/* artifact/  
      echo "${GITHUB_REF_NAME}" > artifact/VERSION  
      tar -czf codexzierdirectsight-linux-arm64.tar.gz -C artifact .  
   - name: Create GitHub Release  
    uses: softprops/action-gh-release@v2  
    with:  
      files: codexzierdirectsight-linux-arm64.tar.gz  
      name: Release ${{ github.ref_name }}  
      generate_release_notes: true  


Bereitstellung

Die Bereitstellung ist so konzipiert, dass ein neuer Tag im GitHub-Repository erstellt werden muss.


Anschließend auf „Draft new release“ klicken.


Der Name des Tags muss der im Workflow definierten Konvention entsprechen:

release-..*


Danach Titel und Beschreibung für das Release ergänzen und auf „Publish Release“ klicken.


Wurde der Tag korrekt gesetzt, startet automatisch der Workflow. Unter Actions sollte ein neuer Eintrag sichtbar sein. Der orangefarbene, animierte Punkt signalisiert, dass der Build aktuell ausgeführt wird.


Nach wenigen Sekunden wechselt der Status auf Grün, und die Bereitstellung kann auf dem Raspberry Pi mit Raspbian OS abgerufen werden. 


Installation auf dem Raspberry Pi

Hinweis: Der Code Stand hat sich bereits verändert und sollte bereits nicht mehr das "Hello World" zurück geben. Siehe am Ende den Link zu dem Branch, welches den Version Stand zu diesen Blogpost wiedergibt.

Mit folgendem Befehl wird die Installation ausgeführt und der Dienst gestartet:

curl -sSL https://raw.githubusercontent.com/Codexzier/CodexzierDirectSight/master/deploy/install.sh | sudo bash 

 


Testen

Prüfen, ob der Dienst nach der Installation läuft:

 systemctl status codexzierdirectsight

Wichtig ist, dass der Status „active (running)“ in grüner Schrift angezeigt wird. Dann ist sichergestellt, dass der Dienst korrekt läuft.

Ausgabe der aktuellen Log-Einträge anzeigen (Abbruch mit STRG + C):

journalctl -u codexzierdirectsight -f

 


Hello World empfangen

Mit einer Konsolenanwendung unter Windows soll nun das „Hello World!“ inklusive Datum empfangen werden.
Dazu wird eine neue C#-Konsolenanwendung erstellt und folgender Code eingefügt:

internal class Program  
 {  
   static async Task Main(string[] args)  
   {  
     string raspberryIp = "192.168.178.88"; // IP Adresse of Raspberry Pi  
     int port = 5000;  
     using var client = new TcpClient();  
     await client.ConnectAsync(raspberryIp, port);  
     using var stream = client.GetStream();  
     byte[] buffer = new byte[1024];  
     int bytesRead = await stream.ReadAsync(buffer, 0, buffer.Length);  
     string message = Encoding.UTF8.GetString(buffer, 0, bytesRead);  
     Console.WriteLine($"Received from server: {message}");  
   }  
 } 

Nach dem Start sollte folgendes Ergebnis erscheinen:



Rückblick

Rückblickend muss ich sagen: Ohne ChatGPT hätte ich für das Installations-Shell-Script und den YAML-Workflow deutlich länger gebraucht. Vor allem das Verständnis der benötigten Befehle und des Zusammenspiels der einzelnen Schritte hätte mich viel Zeit gekostet.

Über klassische Google-Suchen finde ich solche Lösungen nur schwer – entweder fehlen mir die richtigen Schlagwörter oder die gesponserten Ergebnisse erschweren es, schnell zu beurteilen, ob eine Seite überhaupt relevant ist.

Codestand habe ich im ersten Branch abgelegt, dass zu dem Blogpost gehört:

Codexzier/CodexzierDirectSight at Create-Initialize-RaspberryPi-Service

Donnerstag, 6. Februar 2025

Spiele Entwicklung: Zurück zu MonoGame


In den Anfangszeiten wurde über die Google-Suche über den Begriff oft Ergebnisse zu Monogamie und Beziehung ausgegeben. Das hat sich inzwischen geändert und durch eine Artikelserie in der .NET Pro wurde mein Interesse wieder geweckt.

Grund meines Interesses liegt mit unter wieder über den Horizont zu schauen, weil Unity 3D vorletztes Jahr (2023) mit einen zweifelhaften Geschäftsmodel kam. Also war mein Ausweichen zunächst auf Unreal Engine und wegen fehlender Zeit kam ich zunächst nicht dazu.

Zwischen Weihnachten und Sylvester hatte ich endlich etwas Zeit und las die ersten Teile der Artikelserie in der .NET Pro und fing dann an wieder zu Entwickeln mit dem MonoGame Framework für Spiele Entwicklung.


Was braucht man für MonoGame?


Welches Ziel verfolge ich?

Spielideen und Spielmechaniken ausprobieren in einem kleineren und eingeschränkten Rahmen aufbauen.


Warum ein Map Editor?

Eines meiner Lernziele ist das Erstellen einer eigenen Spielkarte, auf dem ich meine Aufgaben und Ziele hinterlegen kann. Dazu gehört auch das Programmieren eines Tools, mit dem ich schnell einen Karten Abschnitt mit Aufgaben anlegen kann.


Wie geht’s weiter?

Zeitlich bin ich oft vollbeschäftigt. Aber hin und wieder komme ich schrittweise weiter und abgesehen davon macht das Programmieren spaß.


Repository: Codexzier/MiniShipDelivery

 

Fingerübungen - MS SQL Pivot

Nach drei Jahren MS SQL und ich finde mal wieder etwas, dass ich noch nicht kenne und ich auch nicht in der Schulung hatte. 

Bis vor heute, war mir nicht bewusst, dass man auch Pivot Ergebnisse in MS SQL schreiben kann.

Beispiel: Ich habe in der einen Spalte, mehrere verschiedene Themen, die ich hier Unkreativ "Sache 1" bis "Sache 3" genannt habe. Diese lassen sich am Ende so raus führen, dass am Ende daraus drei Spalten werden. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich viel bessere Abfragen schreiben können.

 DECLARE @myTable TABLE (Dinge VARCHAR(10), Menge INT)  
 INSERT INTO @myTable  
 (  
   Dinge,  
   Menge  
 )  
 VALUES  
 ( 'Sache 1', 10 ),  
 ( 'Sache 1', 2 ),  
 ( 'Sache 1', 5 ),  
 ( 'Sache 1', 77 ),  
 ( 'Sache 2', 10 ),  
 ( 'Sache 2', 1 ),  
 ( 'Sache 2', 2 ),  
 ( 'Sache 2', 3 ),  
 ( 'Sache 3', 10 ),  
 ( 'Sache 3', 10 ),  
 ( 'Sache 3', 10 )  
 SELECT [pvt].[Sache 1], pvt.[Sache 2], pvt.[Sache 3]  
 FROM @myTable t  
 PIVOT  
 (  
 SUM(Menge)  
 FOR Dinge IN([Sache 1], [Sache 2], [Sache 3])  
 ) AS pvt  

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Tool Lagerverwaltung (Teil 9) - Upgrade

 
Ist schon etwas länger her, daß ich an dem Thema gearbeitet habe. Aber Arbeit geht vor und da gibt es viele Aufgaben zu erledigen.

Dennoch wollte ich mal wieder mein Application Framework weiter ausbauen und mußte nach einem Update mit Visual Studio feststellen, daß mein Projekt sich nicht mehr Kompilieren ließ. Aus irgendeinem Grund, können in .NET 7 keine .NET MAUI-Elemente mehr erkannt werden. Lösung ist ein Update. Aktuell ist .NET 9 raus, aber das lief erstmal nicht und daher habe ich mich entschieden erstmal auf .NET 8 zu Upgraden. Richtig ich mußte Upgraden. Einfach die .NET-Version anheben, hat nicht funktioniert. Und richtig gelesen, die Funktion heißt „Upgrade“, das sich doch etwas, wie "Migrieren" anfühlte. Weil mein Projekt nicht so viele Abhängigkeiten hat, war die Ausführung mehr den Button für Weiter zu klicken.

 

Rechte Maustaste auf das Projekt und dann im Kontext Menü "Upgrade" drücken.



Die Option "In-place project upgrade" kam meiner Anforderung am nächsten.



Auswahl ist .NET 8, da bin ich mir sicher, dass die Dinge funktionieren, die funktionieren sollen.


 

Auswahl der zu Upgradenen Inhalte so belassen.


 Und dann warten, bis alle Dateien bearbeitet wurden. In meinem Fall habe ich noch ein Problem mit SQLite, was aber die weitere Bearbeitung zunächst nicht stört.


 

Was ist das?

Brauche ich nicht, da ich nicht plane, die Anwendung auf einem Apple Gerät mit iOS zu entwickeln. Also weg mit dem drücken auf X. Und dann in die Projekt Eigenschaften öffnen.


 

Einfach den Haken rausnehmen.


 

Doch zu guter letzt

Bevor ich weiter am Projekt entwickeln kann, sollte die Unit Tests wieder laufen. Nur ein erfolgreicher Unit Test von sechs. Was allerdings auch noch sehr übersichtlich ist und auch der noch geringen Funktionalität der Anwendung zurückzuführen ist.



Ok, ich weiß wo ich stehen geblieben bin.


 

 

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