Sonntag, 22. März 2015

Stereoskopie mit Windows Phone und MonoGame

StereoscopicTest03

Inzwischen findet sich immer mehr Zubehör für das Smartphone, um etwas Ähnliches zu schaffen wie die Oculus Rift. Zum Thema habe ich vor ein einigen Tagen im AppStore fürs Windows Phone nach solchen Apps mit Stereoskopie Ausgabe erfolglos gesucht. Die Verbreitung ist offenbar Android und iOS vorbehalten. Kommen wir aber zu der Frage: wie schwer ist die Umsetzung einer Stereoskopie Wiedergabe?

Das Prinzip ist simpel. Der gezeigte Inhalt wird für das linke und das rechte Auge gerendert. Um den 3d Effekt zu erzielen, müssen, wie in der realen Welt, zwei Kameras eingesetzt werden, die zueinander leicht versetzt sind. Doch wie sieht das im Programmcode aus?

Tatsächlich wird das für dieses Beispiel mit wenigen Ergänzungen im Programmcode erreicht. Und am Ende werden Sie sich fragen, wieso das noch keiner für Windows Phone gemacht hat.

Bevor Sie starten, sollten Sie neben Visual Studio 2013 noch MonoGame installiert haben und dann können Sie mit einem neuen Projekt für Windows Phone 8.1 starten.

image

Mit dem neuen Projekt wird in der Vorlage bereits eine fertige Szene mit einem 3d Würfel vorgegeben. Daher gehe ich im Beispiel nur auf das Wesentliche ein, nämlich, welche Ergänzungen notwendig sind.

Öffnen Sie die Game1.cs und legen sie oben zusätzliche Member Variable an.

// Ausgabebereich
Viewport viewportDefault;
Viewport viewportLeft;
Viewport viewportRight;

// Renderbereich
Matrix matrixProjection;
Matrix matrixProjectionHalf;

// Kamera Position und Ausrichtung
Matrix matrixViewLeft;
Matrix matrixViewRight;

In der Methode ‘Initialize()’ wird die Kameraposition und Ausrichtung festgelegt. Zusätzlich wird der ViewPort zusammengestaucht und der Platz für zwei Bilder hergerichtet. Mit den zwei Variablen für die Projektion wird noch der Renderbereich festgelegt.

this.matrixViewLeft = Matrix.CreateLookAt(new Vector3(.3f, 1f, -4f), new Vector3(0, 0, 0), Vector3.Up);
this.matrixViewRight = Matrix.CreateLookAt(new Vector3(-0.3f, 1f, -4f), new Vector3(0, 0, 0), Vector3.Up);

this.viewportDefault = this.GraphicsDevice.Viewport;
this.viewportLeft = viewportDefault;
this.viewportRight = viewportDefault;
this.viewportLeft.Width = viewportLeft.Width / 2;
this.viewportRight.Width = viewportRight.Width / 2;
this.viewportRight.X = viewportLeft.Width;

this.matrixProjection = Matrix.CreatePerspectiveFieldOfView(MathHelper.PiOver4, 4.0f / 3.0f, 1, 10000);
this.matrixProjectionHalf = Matrix.CreatePerspectiveFieldOfView(MathHelper.PiOver4, 2.0f / 3.0f, 1, 10000);

Zuletzt wird eine Änderung an der ‘Draw()’ Methode vorgenommen. Der zu rendernde Inhalt wird nun als eigene Methode mit dem Namen ‘DrawScene’ ausgelagert.

image

Damit dürfte Anschließend Ihre Methode so aussehen.

private void DrawScene(ref Matrix View, ref Matrix Projection, ref Matrix World)
{
    vertexBuffer.SetData(cube, 0, 8, SetDataOptions.Discard);
    indexBuffer.SetData(cubeIndices, 0, 36, SetDataOptions.Discard);

    GraphicsDevice device = basicEffect.GraphicsDevice;
    device.SetVertexBuffer(vertexBuffer);
    device.Indices = indexBuffer;

    basicEffect.View = View;
    basicEffect.Projection = Projection;
    basicEffect.World = World;
    foreach (EffectPass pass in basicEffect.CurrentTechnique.Passes)
    {
        pass.Apply();
        device.DrawIndexedPrimitives(PrimitiveType.TriangleList, 0, 0, 8, 0, 36);
    }
}

Die Matrix Variable für ‘View’ und ‘Projection’ werden ersetzt. Im folgenden Code werden Sie erkennen, wie nun das Splitting erreicht wird.

// Linke Seite
this.GraphicsDevice.Viewport = this.viewportLeft;
this.DrawScene(ref this.matrixViewLeft, ref this.matrixProjectionHalf, ref World);

// Rechte Seite
this.GraphicsDevice.Viewport = this.viewportRight;
this.DrawScene(ref this.matrixViewRight, ref this.matrixProjectionHalf, ref World);

Und schon ist das Beispiel fertig. Nach Drücken auf die F5 Taste und hochladen auf das Smartphone dürfte nun, wie im Bild zu sehen, dieses Ergebnis erscheinen:

Stereoscopic_01

Fehlt noch der Aufsatz, um die Stereoskopie zu erleben. Für wenig Geld bekommen Sie bei Online Händlern z.B. ein aus Pappe hergestelltes Gestell mit den entsprechenden Linsen. Achten Sie in diesem Fall darauf, welche Größe Ihr Smartphone hat.

DIY Google Karton_01 DIY Google Karton_02
DIY Google Karton_03

Was eigentlich noch fehlt, um die Sache im wahrsten Sinne des Wortes abzurunden, ist die fehlende Krümmung. Der 3D-Effekt wirkt ein wenig nach innen gezogen. Wer bereits die Oculus Rift oder Bilder davon gesehen hat, wird feststellen, dass die Renderbilder einen leichten Fischaugeneffekt haben. Was den Komfort angeht, naja, zum Experimentieren reicht die Lösung aus.

Quellen:

Suchbegriffe:

  • Virtual Reality
  • VR Handy 3d
  • Google Cardboard

Freitag, 16. Januar 2015

Arduino Control (Teil 4) – Potentiometer Wert am PC ausgeben

image

Der Arduino kann auch analoge Signale einlesen. Dieser Wert kann zwischen 0 und 1023 liegen. Für dieses Beispiel wird ein Potentiometer verwendet, der möglichst hochohmig sein sollte. In meinem Fall habe ich einen 470 Ohm Stellwiederstand verwendet. Empfohlen ist 1k Ohm.

image

Der Quellcode ähnelt dem Beispiel für den Button. Nur müssen hier für den Empfang zwei Bytes zu einem Wert zusammengesetzt werden. Das Stichwort ist hier Byte Shifting. Das erste Byte wird um acht Bits nach links verschoben, um die Bits von 9 bis 16 abzubilden. Das zweite Byte bleibt für die ersten acht Bits.

static void Main(string[] args)
{
   // Die Verwendete COM Verbindung
    // sollte der aus dem Arduino Programm entsprechen.
    SerialPort sp = new SerialPort("COM16", 115200);

    // Event zuweisen für den Empfang.
    sp.DataReceived += sp_DataReceived;

   // Verbindung öffnen.
    // Wenn das Programm gestartet ist,
    // sollte der Arduino bereits mit dem PC verbunden sein.
    sp.Open();

    while (true)
    {
       // Nur warten.
        Thread.Sleep(1000);
    }
}


// Wird ausgeführt, wenn Daten im Empfangspuffer vorhanden sind.
static void sp_DataReceived(object sender, SerialDataReceivedEventArgs e)
{
    // SerialPort aus 'sender' casten.
    SerialPort sp = (SerialPort)sender;

    // Bytes einlesen vom Empfang und auf die Console wiedergeben.
    byte[] buffer = new byte[2];
    if (sp.Read(buffer, 0, 2) != 0)
    {
        Console.Clear();
        // Die zwei empfangenen Byte müssen wieder zusammengelegt werden,
        // um den Eigentlichen Wert wiederzugeben.
        Console.WriteLine("Received: {0}", (int)buffer[0] << 8 | buffer[1]);
    }
}

Der Input verwendet diesmal analogRead(), statt des digitalRead(). Unterscheidet sich der Wert zu dem zuletzt versendeten, dann soll der neue gemessene Wert gesendet werden. Der Wert kann bis zu 1023 betragen und passt nicht in ein Byte. Daher wird dieser in zwei Bytes aufgeteilt und anschließend versendet. Am Ende wird eine Verzögerung von 100 Millisekunden festgelegt, um zwischen den Sendungen eine Lücke zu erzeugen. Ansonsten kann nicht erkannt werden, welches das erste und das zweite Byte ist.

// Pin Nummer A0 vom Arduino
int pinPegel = A0;

// Enthält den letzten Button Zustand.
int lastValue = 0;

void setup()
{
  // Baudrate wie bei dem C# Programm
  Serial.begin(115200);
  pinMode(pinPegel, INPUT);
}

void loop()
{
  // Status am Pin abfragen
  int readValue = analogRead(pinPegel);
 
  // Nur Inhalt im If ausführen,
  // wenn der Status sich geändert hat.
  if(readValue != lastValue)
  {
   // Member Field überschreiben.
    lastValue = readValue;
  
   // Buffer vorbereiten und
   // den Wert in zwei bytes aufteilen.
    byte ba[2];
    ba[0] = (byte)((readValue >> 8) & 0xff);
    ba[1] = (byte)(readValue & 0xff);
   
    // Buffer Inhalt von zwei Bytes senden.
    Serial.write(ba, 2);
       
    // Ermöglicht das Erkennen vom 1. und 2. Byte
    // in dem zwischen den Sendungen eine Pause gesetzt wird.

    delay(100);
  }
}

Damit ist auch schon alles getan.

 

Quellcode zum Download

Dienstag, 13. Januar 2015

Arduino Control (Teil 3) – LED mit dem PC Dimmen

image

Nicht alles lässt sich immer sinnvoll mit Ein- und Ausschalten lösen. Möchte man eine LED dimmen, so sollte ein PWM Signal verwendet werden. Ein PWM verwendet einen Timer, um das Rechtecksignal abzubilden. Daher können nur sechs bestimmte Ausgänge am Arduino (D3, D5, D6, D9, D10, D11) verwendet werden. Die Pins sind daran zu erkennen, dass neben den Anschlüssen ein kleines Wellensymbol zu sehen ist (oder sie sind direkt mit PWM beschriftet).

image

Der Programm Code ist dem ersten Beispiel Ähnlich. Beim Senden jedoch, kann ein Wert von 0 bis 255 angegeben werden.

static void Main(string[] args)
{
    // Die Verwendete COM Verbindung
    // sollte der aus dem Arduino Programm entsprechen.
    SerialPort sp = new SerialPort("COM16", 115200);

    // Verbindung öffnen.
    // Wenn das Programm gestartet ist,
    // sollte der Arduino bereits mit dem PC verbunden sein.

    sp.Open();

    while (true)
    {
        Console.Write("Bitte geben sie einen Wert von 0 bis 255 ein und drücken sie anschließend die Enter Taste: ");

        // Abfrage eines Wertes.
        string readline = Console.ReadLine();

        // Zeichenkette in einen Integer Wert umwandeln.
        byte value = byte.Parse(readline);

       // Sendet den Wert.
        sp.Write(new byte[] { value }, 0, 1);
    }
}

Für den Empfang im Arduino wird diesmal für die LED Ansteuerung der Pin D3 verwendet. Und anstatt eines digitalWrite wird ein analogWrite verwendet.

// Pin 3 für die LED Beleuchtung
int pinPwmOut = 3;

void setup()
{
  // Baudrate wie bei dem C# Programm
  Serial.begin(115200);
 
  // Pin 3 für die LED
  pinMode(pinPwmOut, OUTPUT);
}

void loop()
{
  // Wenn neue Daten verfügbar sind.
  if(Serial.available() > 0)
  {
    // Liest den empfangen Byte Wert ein
    byte value = Serial.read();
   
    // Empfangener Byte Wert für das PWM Signal verwenden.
    analogWrite(pinPwmOut, value);
  }
}

Nach Eingabe eines Wertes von 0 bis 255 sollte die LED weniger oder heller leuchten. Durchschnittlich haben die LEDs eine Stromaufnahme von 20mA. Der Unterschied liegt in der Farbe, die unterschiedliche Spannungen für den Betrieb benötigen.

Farbe Spannung Berechneter Vorwiderstand Widerstand aus der E6 Reihe
Rot 1,6V 170 220 Ohm
Grün 2,1 145 150 Ohm
Blau 2,9 105 100 Ohm

Wenn die technischen Daten der verwendeten LED bekannt sind, dann kann der Widerstand mit der Formel R = U / I berechnet werden.

image

Das Schaltbild weist keine Besonderheiten auf, stelle dies jedoch zur Vollständigkeit mit in den Post ein.

image

Wie zu sehen ist, lässt sich dieses Beispiel schnell umsetzten.

 

Quellcode zum Downloaden

Dienstag, 6. Januar 2015

Arduino Control (Teil 2) – Button Status auf PC wiedergeben

image

Eine Eingabe vom PC zum Arduino zu bringen ist nicht sonderlich schwierig. Das Gleiche gilt auch bei der Umsetzung einer Tasteneingabe vom Arduino zum PC. Am Arduino wird diesmal eine kleine Schaltung mit einem Button zusammengesteckt.

Zusätzlich benötigt: Taster und 10k Ohm Wiederstand

image

Kommen wir zum Consolen Programm. Wie im vorherigen Post, werden die selben Verbindungsparameter verwendet.

Für den Empfang wird noch der hierfür erforderliche Event hinzugefügt. Sobald sich also Daten im Eingangspuffer befinden, wird der Inhalt der Event Methode ausgeführt.

In der Schleife wird diesmal nur ein 'Thread.Sleep' eingesetzt; das soll verhindern, dass die Anwendung zu viel der CPU Zeit beansprucht (und es nicht so wirkt, als wäre sie eingefroren).

static void Main(string[] args)
{
    // Die Verwendete COM Verbindung
    // sollte der aus dem Arduino Programm entsprechen.

    SerialPort sp = new SerialPort("COM16", 115200);

    // Event zuweisen für den Empfang.
    sp.DataReceived += sp_DataReceived;

   // Verbindung öffnen.
    // Wenn das Programm gestartet ist,
    // sollte der Arduino bereits mit dem PC verbunden sein.
    sp.Open();

    while (true)
    {
        // Nur warten.
        Thread.Sleep(1000);
    }
}

// Wird ausgeführt, wenn Daten im Empfangspuffer vorhanden sind.
static void sp_DataReceived(object sender, SerialDataReceivedEventArgs e)
{
    // SerialPort aus 'sender' casten.
    SerialPort sp = (SerialPort)sender;

    // Byte einlesen vom Empfang und auf die Console wiedergeben.
    Console.WriteLine("Received: {0}", sp.ReadByte() == 0x01);
}

Der Code für den Arduino kann sich den letzten Zustand des Button "Drücken" merken. Damit wird nur gesendet, wenn sich der Zustand geändert hat. Für das Senden wird im Beispiel der selbe Hex Wert verwendet.

// Pin Nummer A0 vom Arduino
// an dem ein HIGH (gedrückt) oder
// LOW (nicht gedrückt) gelesen wird.

int pinButton = A0;

// Enthält den letzten Button Zustand.
boolean buttonState = false;

void setup()
{
  // Baudrate wie bei dem C# Programm
  Serial.begin(115200);
  pinMode(pinButton, INPUT);
}

void loop()
{
  // Status am Pin abfragen
  boolean readState = digitalRead(pinButton);
 
  // Nur Inhalt im If ausführen,
  // wenn der Status sich geändert hat.
  if(readState != buttonState)
  {
   // Member Field überschreiben.
    buttonState = readState;
  
    // Wenn 'true' sende 0x01 für ist gedrückt
    if(buttonState == true)
    {
      Serial.write(0x01);
    }
    else
    {
      Serial.write(0x00);
    }
  }
}

Das war schon auch wieder alles. Nun können mit dem Beispiel Eingaben vom Arduino auf dem PC wiedergegeben werden.

Quellcode zum Downloaden

Sonntag, 4. Januar 2015

Arduino Control (Teil 1) – LED ein und ausschalten

image

Diesmal gehen die folgenden Beispiele darauf ein, einen Arduino mit seinen Eigenschaften anzusteuern. Im Wesentlichen handelt dieser mehrteilige Blog Post davon, wie eine Eingabe vom PC zum Arduino kommt und auch wieder zurück.

Die Anforderung wird sein, dass mit der Enter Taste die rote LED auf dem Arduino ein oder ausgeschaltet wird. Für das erste Beispiel reicht daher ein Consolen Programm aus, um eine Eingabe aufzunehmen und einen Befehl entsprechend zu senden. Beide Programme müssen dieselbe Baudrate haben, die hier bei 115200 Baut liegt.

static void Main(string[] args)
{
    // Die Verwendete COM Verbindung
    // sollte der aus dem Arduino Programm entsprechen.
    SerialPort sp = new SerialPort("COM16", 115200);

    // Verbindung öffnen.
    // Wenn das Programm gestartet ist,
    // sollte der Arduino bereits mit dem PC verbunden sein.
    sp.Open();

    // Wird verwendet um den Zustand zu wechseln.
    bool changeState = true;

    // Der Eigentliche Steuerinhalt wird immer wieder ausgeführt.
    while (true)
    {
        // Programm hält an dieser Stelle,
        // bis die Enter Taste gedrückt wurde.

        Console.ReadLine();

        // Ist der Wechsel Status 'True'...
        if (changeState)
        {
            //... dann soll die LED eingeschaltet werden.
            sp.Write(new byte[] { 0x01 }, 0, 1);
        }
        else
        {
            //... dann soll die LED ausgeschaltet werden.
            sp.Write(new byte[] { 0x00 }, 0, 1);
        }

        // Wechselt den Zustand von True auf False oder umgekehrt.
        changeState = !changeState;
    }
}

Hinweis: Hier im Beispiel verwende ich COM16, der wahrscheinlich angepasst werden muss. Das könnte dann ggf. über dem Arduino Programm gesichtet werden.

image

Nun muss der Arduino die Sendung vom Programm verstehen. Momentan wird erwartet das Hex 0x01 oder Hex 0x00 empfangen wird.

void setup()
{
  
// Baudrate wie bei dem C# Programm
  Serial.begin(115200);

  // Pin 13 für die Rote LED
  pinMode(13, OUTPUT);
}

void loop()
{
  // Wenn neue Daten verfügbar sind.
  if(Serial.available() > 0)
  {
    // Wird am Serial 0x01 gelesen, wird an die
    // Methode digitalWrite ‘true’ übergeben.

    digitalWrite(13, Serial.read() == 0x01);
  }
}

Das war im Grunde schon alles. Wenn nun das C# Programm gestartet wird und der Arduino bereits angeschlossen ist, so kann dann mit der Enter Taste die Rote LED ein und ausgeschaltet werden.

Quellcode zum Downloaden

Dienstag, 14. Oktober 2014

Intervallaufnahme mit der Kamera ohne Interne Funktion

IntervallAufnahme01

Die Funktion für eine Intervallaufnahme ist simpel, daher ist es für mich unverständlich, warum nicht zumindest die Systemkameras von der Nikon 1 Serie in ihren Modellen diese Option anbieten. Nun gut, dies war kein Kaufkriterium, wäre aber schön gewesen. Ich selbst verwende die Nikon 1 J3 (die J1 hat die Intervallaufnahme), allerdings sollte mein Beispiel auch für andere Kameras funktionieren. Grundsätzlich geht es darum einen Servo auf den Auslöser zu drücken. Für diesen Zweck habe ich aus Aluminium Eckschienen eine Vorrichtung gebaut.

image

Wie schon am Bild zu erkennen ist, sollten zum Schutz die Alu Eckschienen nach der Verarbeitung abgerundet und ggf. mit Filzaufklebern beklebt werden.

Die Materialliste:

  • Alu Eckschienen ca. 20cm
  • Filzaufkleber
  • ein paar 3mm Schrauben und entsprechende Muttern
  • Mini Servo mit ca. 10 Ncm
  • Eine passende Schraube zur Kamera dass mit dem Stativ auch verschraubt werden kann. (siehe folgendes Bild)
image

Zum Ansteuern wird der Netduino mit einem passenden Shield zur Ansteuerung für einen Servo verwendet. Die geringe Belastung kann das Board verkraften. Bei Normalen und größeren Servos wird eine Externe Stromversorgung notwendig.

image

Der Aufwand des Programmcodes gestaltet sich übersichtlich. Zusehen ist, dass noch ein Analoger Wert eingelesen wird, worauf ich im nächsten Absatz zu sprechen komme.

public class Program
{
    // Für die Einstellung des Druckpunktes.
    private static SecretLabs.NETMF.Hardware.AnalogInput _Input;

    // Ansteuerung des Servos für den Auslöser.
    private static PWM _Servo;

    // Led Status wiedergeben.
    private static OutputPort _Status;

   // Einen Zähler.
    private static int _IntervallCounter = 0;

   // Nach wie viel Sekunden soll ausgelöst werden.
   private static int _IntervallEnd = 15;//30;

    public static void Main()
    {
        _Input = new SecretLabs.NETMF.Hardware.AnalogInput(Pins.GPIO_PIN_A0);
        _Servo = new PWM(Pins.GPIO_PIN_D5);
        _Status = new OutputPort(Pins.ONBOARD_LED, false);
           
        // 20ms für den Analog Servo.
        uint periode = 20000;

        // Mittelstellung bei 1,5ms
        _Servo.SetPulse(periode, 1500);

       while (true)
        {
           if (_IntervallCounter >= _IntervallEnd)
            {
                for (int i = 0; i < 3; i++)
                {
                    _Status.Write(true);
                    Thread.Sleep(100);
                    _Status.Write(false);
                    Thread.Sleep(100);
                }

                // Hinweis: bei Netduino 1 wird ein Wert gelesen von 0 bis 1023.
                //          Der Netduino 2 hingegen liest bis 4095.
                //uint duration = 1000 + (uint)_Input.Read();         // Ein kommentieren um den Servo
                //Debug.Print("Duration: " + duration.ToString());  // einzustellen am Pin A1.

                _Servo.SetPulse(periode, 1710); // 1710 ist eine Einstellung, an meiner Kamera
                Thread.Sleep(400);

               // Zähler Zurücksetzten.
                _IntervallCounter = 0;
            }
            else
            {
                // Aktivität zeigen
                _Status.Write(true);
                Thread.Sleep(100);
                _Status.Write(false);
               Thread.Sleep(900);

                _IntervallCounter++;
            }

           // Zurückstellen.
            _Servo.SetPulse(periode, 1500);
        }
    }
}

Das gleiche nochmal für den Arduino.

#include <Servo.h>
// Servo Kontrolle anlegen
Servo controlServo;
// Einstellung wie weit sich der Servo drehen darf
int pinAnalogIn = A0;
// Servo ansteuern
int pinServo = 5;
// LED Status
int pinLed = 13;
// Intervall Zähler
int intervall = 0;
// IntervallLänge in Sekunden
int intervallLength = 15; // 30;

void setup(){

  // Dient zu Einstellgunszwecke
  Serial.begin(9600);
  // Pins zuweisen
  pinMode(pinAnalogIn, INPUT);
  controlServo.attach(pinServo);
  pinMode(pinLed, OUTPUT);
}

void loop()
{
  if(intervall >= intervallLength)
  {
    for(int i = 0; i < 3; i++)
    {
      digitalWrite(pinLed, HIGH);
      delay(100);
      digitalWrite(pinLed, LOW);
      delay(100);
    }
   
   // Einkommentieren um die Reichweite des Servos einzustellen,
    // mit einem Potitometer am Pin A1.

    int result = 500; //analogRead(pinAnalogIn);
   
    controlServo.write(map(result, 0, 1023, 0, 179));
    delay(400);
   
    // Zähler zurück setzen
    intervall = 0;
  }
  else
  {
   digitalWrite(pinLed, HIGH);
   delay(100);
    digitalWrite(pinLed, LOW);
    delay(900);
    intervall++;
  }
 
  // Zurück stellen.
  controlServo.write(90);
}

Jetzt fehlt noch ein fester Wert für den Druckpunkt. Der Potentiometer wird an Pin A1 angeschlossen, die Spannungsversorgung muss beim Netduino mit 3,3V angelegt werden. Das Auslesen des Stellwertes erfolgt beim Netduino über Debug.Print() und wird über die Ausgabe angezeigt. Beim Arduino wird der Stellwert über dem Serial Monitor wiedergegeben. Je nach Belastung kann die Versorgung über USB instabil werden. Das zeigt sich dann, wenn der Servo beim Drücken des Auslösers leicht zittert. Später, mit einem 9V Akku oder Netzteil, sollten diese Schwierigkeiten nicht mehr auftauchen. Ansonsten muss der Servo einen eigenen Stromkreis erhalten, um zu verhindern, dass die Versorgung des Mikrocontrollers zu sehr schwankt und so zu einem Neustart des Programms führt.

image image
image image

Zu den Einstellungen der Kamera. Um ein schnelles Auslösen der Kamera zu ermöglichen, sollte auf den Kreativ Modus gewechselt werden. Die Blende, die Verschlusszeit und der Fokus sind am besten manuell festzulegen. Spätestens bei Nachtaufnahmen kommt man an diesen Einstellungen nicht vorbei. Achja, das Dateiformat JPG ist für die Ausgabe zu empfehlen. Mit dem NEF bzw. RAW ist das Bearbeiten im Video Schnittprogramm kaum machbar.

BeiNachtMitSternenhimmel_06

Tipp zur Nachtaufnahme: acht bis fünfzehn Sekunden für die Verschlusszeit bei maximal offener Blende reichen aus. Zu lange Belichtung führt dazu, dass die Sterne Streifen bilden, also praktisch gesehen wird die Erdrotation sichtbar. Die idealen Nächte mit Sternenhimmel sind in der Zeit um Neumond. Die besten Bedingungen sind Orte, die so dunkel sind, dass beim Hinabsehen die eigenen Füße nicht mehr zu sehen sind. Zwinkerndes Smiley

Nun noch ein paar Aufnahmen, die ich mit meiner Apparatur erstellt habe.

Zu guter Letzt auch noch der Quellcode zum Herunterladen.

Sonntag, 14. September 2014

Feuchtigkeitssensor HTU21D mit dem Netduino (Teil 2)

image_thumb1

Damit die gemessenen Werte auch brauchbare Messeinheiten haben, müssen die Rohdaten zunächst umgerechnet werden. Daher kommen zwei weitere Methoden hinzu, die dies erledigen. Der Inhalt zum Lesen des einzelnen Wertes erhält eine eigene Methode, weil dieser Inhalt zweimal verwendet wird und sich nur im einzelnen zusendenden Byte unterscheidet.

// Luftfeuchtigkeit Messen und Rohwert zurückgeben
public int Read()
{
    // Inhalt in eigene Methode umgezogen
}

// Liest mit der Übergabe des Befehls den Sensor Teil aus.
private int ReadSensorPart(byte command)
{
    // Befehl senden.
    if (this.Write(new byte[] { command }) == 0)
    {
        throw new SystemException("Fehler beim Senden!");
    }

    // Warten bis der Sensor mit dem Lesevorgang fertig ist.
    Thread.Sleep(50);

    byte[] data = new byte[3];

    // Messergebnis abrufen
    if (this.Read(data) == data.Length)
    {
        // Es werden für dieses Beispiel zwei Bytes verwendet
        int raw = (data[0] << 8) | data[1];
        raw &= 0xFFFC;
        return raw;
    }

    Debug.Print("Sensor konnte nicht gelesen werden!");
    return 0;
}

Damit wir die Daten zusammengefasst aus der Methode “Read” erhalten, wird das Ergebnis in einem Daten Objekt zusammengefasst. Daszu wird eine neue Klasse angelegt.

// Das Sensor Daten Objekt stellt die gemessenen Werte zur Verfügung.
public class SensorData
{
    // Ruft die gemessene Luftfeuchtigkeit ab.
    public float Humidity { get; private set; }

    // Ruft die gemessene Temperatur ab.
    public float Temperature { get; private set; }

   // Initialsiert das Daten Objekt mit den Rohwert Messungen
    // und rechnet diese auf bekannte Maßeinheiten.
    public SensorData(int rawHumidity, int rawTemperature)
    {
       
// Umrechnung aus den Rohdaten
    }

    // Überschriebene Methode für die Ausgabe der Berechneten Inhalte.
    public override string ToString()
    {
        return "Luftfeuchtigkeit: " + this.Humidity.ToString() +

                "% - Temperatur: " +     this.Temperature.ToString() + "°C";
    }
}

Im Datenblatt sind die Formel zu entnehmen für die Feuchtigkeit und Temperatur, die mit relativ wenig aufwand in einem Programmcode abgebildet werden können.

image
Feuchtigkeitswert = –6 + (125 * (Rohwert / 65536))

Formel für die Temperatur aus dem Rohwert berechnen.

image

Temperaturwert = –46,85 + (175,72 * (Rohwert / 65536))

Grundsätzlich benötigt die Umrechnung drei Werte. Das Summieren und Multiplizieren ist bei beiden Umrechnung die selbe. Diese Aufstellung lässt sich in eine Methode zusammenfassen und in die Klasse SensorData hinzufügen.

// Rechnet aus dem Rohwert das Zielergebnis um.
public float GetCalculateValueByRange(int raw, float start, float range)
{
    // Gemessenen Rohwert durch den Maximalen Ausgabewert.
   float f = raw / 65536f;

    // Messumfang multiplizieren und an den Startwert verschieben.
   return start + (range * f);
}

Nun kann die eigentliche Umrechnung im Konstruktor erfolgen.

...
// Initialsiert das Daten Objekt mit den Rohwert Messungen
// und rechnet diese auf bekannte Maßeinheiten.

public SensorData(int rawHumidity, int rawTemperature)
{
    // Berechnen der Luftfeuchtigkeit.
   this.Humidity = GetCalculateValueByRange(rawHumidity, -6f, 125f);

    // Berechnen der Temperatur.
    this.Temperature = GetCalculateValueByRange(rawTemperature, -46.85f, 175.72f);
}
...

Damit wäre das Daten Objekt mit der Umrechnung fertig. Jetzt muss in der Hauptklasse HTU21D der Lesevorgang vervollständigt werden.

...
// Luftfeuchtigkeit Messen und Rohwert zurückgeben

public SensorData Read()
{
   // Rohwert abholen für Luftfeuchtigkeit
    int rawHumidity = ReadSensorPart(0xf5);

    // Rohwert abholen für Temperatur
    int rawTemperature = ReadSensorPart(0xf3);

   // Neues Datenobjekt erzeugen und die Rohdaten übergeben.
    return new SensorData(rawHumidity, rawTemperature);
}
...

In der Program.cs beleibt noch eine kleine Anpassung und dann ist der Teil fertig.

public class Program
{
    public static void Main()
    {
        // Klasse Initialisieren und Verbindung herstellen.
        HTU21D sensor = new HTU21D();

        while (true)
        {
            // Sensoren lesen
            SensorData sd = sensor.Read();

           // Ergebnis ausgeben.
            Debug.Print(sd.ToString());
        }
    }
}

Vielleicht ist dem einen oder anderen aufgefallen, dass drei Bytes gelesen werden, aber nur zwei Bytes verwendet werden. Das Dritte beinhaltet den CRC Wert, mit dem sich prüfen lässt, ob das Ergebnis Valide ist. Darauf gehe ich dann im nächsten Post ein.

Gehäuseentwurf für Signalleuchten (ESP32)

RGB LEDs und LIPO Akkus sind bestellt. Weil ich bereits die Abmessungen habe, kann ich schon mal mit dem Gehäuseentwurf in Blender anfangen....